morgana81 - gothic transgender

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[04.04.16 / 22:55] ... Doch kein ritueller Selbstmord.

Die Nacht zum Mittwoch war schlaflos. Auch die vierfache Dosis der Tabletten bringt keine Wirkung. Zu groß sind meine psychischen Probleme am Arbeitsplatz. Gegen 4 Uhr morgens bekomme ich wieder meinen Nervenzusammenbruch und Weinkrämpfe. Ich kann nicht mehr. Bis 10 Uhr morgens liege ich noch mit geschlossenen Augen im Bett, ab und zu kann ich doch für ein paar Minuten in einen kurzen Leichtschlaf fallen. Nach dem Aufstehen ist für mich klar: Ich gehe nicht mehr zur Arbeit, ich packe alle meine Sachen und haue ab, ganz weit weg. Vielleicht bringe ich mich auch um. Ruhig und planvoll und absolut klar im Kopf, wie ein Selbstmörder nur sein kann, packe ich alle meine Sachen, räume den ganzen Kleiderschrank leer und nehme sogar meinen Reisepaß und sämtliche Medikamente mit, selbst die Vorratspackungen. Ich möchte vorbereitet sein, für eine längere, mehrmonatige Abwesenheit. Am Ende sind es ein Rucksack, eine Reisetasche, ein großer Beutel mit den Inhalt meines Kleiderschranks und meine Leopardendecke - erstaunlich, was alles in den kleinen Kofferraum meines MX-5 paßt.
Mittwoch Nachmittag, kurz vor 14 Uhr fahre ich doch wieder zur Arbeit ... es ist mir vollkommen egal, wann ich da erscheine. "Jetzt erst recht!" denke ich mir und komme richtig zu spät. Ich will noch diese Teilaufgabe beenden, an der ich die letzten Tage gearbeitet habe, bevor ich verschwinde. Es ist halb sieben abends und ich bin vollkommen alleine in der Firma, als ich mit meiner Arbeit fertig bin und noch einen Urlaubsantrag für den nächsten Tag stelle. Der für den Freitag wurde mir schon vor ein paar Tagen genehmigt. Ich nutze das Kommentarfeld in dem Online-Formular und deute an, daß ich wohl noch für längere Zeit weg sein könnte. Begründung: "Die Antidepressiva wirken nicht so, wie sie es eigentlich hätten tun sollen." Meinen Firmenausweis lasse ich in der Schreibtischschublade zurück, den brauche ich nicht mehr. Auf der Autobahn unterwegs den Mittwoch Abend nach Leipzig.

Ich fahre wieder zu dem Hotel in der Nähe der Wohnung meines Freundes, ich bin weiterhin psychisch total fertig und möchte ihn nicht belasten. Ich will ihn vor mir beschützen und die zerbrechliche Beziehung, die wir zwischen uns aufgebaut haben, auf keinen Fall riskieren und kaputtmachen. Ich weiß, ich bin im Selbstzerstörungsmodus. Es ist noch ein Zimmer frei im Hotel für die Nacht - und was für eins! Für sehr günstige Konditionen bekomme ich die "Präsidenten Suite" angeboten (den Namen habe ich ihr gegeben, es ist nur so eine Art Junior Suite, mit zwei Zimmer, Bett und Couch, und großem Balkon direkt über den repräsentativen Haupteingang). Zu schade, für nur eine angebrochene Nacht. Ich beziehe das Zimmer und nehme nur den Rucksack mit dem Waschzeug und den Medikamenten mit (MS-Spritzen, Hormone, Antidepressiva usw.), der Rest bleibt im Kofferraum meines Autos.
Ich weiß nicht, wie lange mein Geld ohne Arbeit wohl reichen wird, daher wähle ich für den Mittwoch Abend ein günstiges Schnellrestaurant mit italienischem Essen in Leipzig. Unterwegs dorthin in der Innenstadt, werde ich von einem jungen Mann angesprochen. Er ist, wie kann es auch anders sein, Marokkaner und verwickelt mich in ein nettes Gespräch. Wir gehen zusammen etwas essen (wobei nur ich etwas zu essen bestelle). Er spricht mich natürlich auf meine "Trans"-Vergangenheit an und zeigt sich weiter interessiert. Nach dem Essen gehen wir noch etwas in der von Straßenlaternen beleuchteten Innenstadt von Leipzig spazieren, bevor wir uns für eine Bar entscheiden, um bis Mitternacht noch etwas zu trinken. Es ist ein "Jazz Music Club", welcher mein Interesse erweckt, der immer gut besucht zu sein scheint - in dem aber gar keine Jazzmusik gespielt wird. Egal, ich möchte mich nur nett weiter mit meinem neuen marokkanischen Freund unterhalten. Leider kommt es an diesem Abend zu keinem Austausch von Telefonnummern ... schade. Vielleicht war ich wohl doch nicht attraktiv genug für ihn - oder er war letztendlich doch nicht an ein sexuelles Abenteuer mit einer Transfrau interessiert und wollte mich wirklich nur mal kennenlernen und unterhalten. Ich gehe die Nacht alleine zum Hotel zurück, die letzte Straßenbahn fährt noch. (Ende Teil 1)

[29.03.16 / 20:44] Wiederholt werde ich in letzter Zeit in das Büro des Abteilungsleiters beordert, Mitarbeiter haben sich beschwert, ich arbeite nicht richtig, komme immer Mittags und gehe wieder am frühen Nachmittag. ... Wieso? ... Warum beschwert sich jemand über mich? Wem habe ich etwas getan? (Nehme ich das zu persönlich?) Ich arbeite doch nur noch Teilzeit und mein Auto ist immer das letzte auf dem großen Firmenparkplatz am Abend (sieht natürlich keiner außer mir). Gemeint sind wahrscheinlich die Tage, an denen ich einen Arzttermin habe - und das kommt bei mir ein- bis zweimal im Monat vor. Stumm und regungslos sitze ich dem Chef gegenüber und nicke alles ab, was er sagt. Ich wünschte, ich könnte meine Stille durchbrechen und endlich alles herausschreien ... das mit den Antidepressiva, die mich, egal wann ich sie den Vorabend nehme, nur nach vielen Stunden am Vormittag wieder wach werden lassen ... und bis zum Ende der Benommenheit dauert es noch weitere Stunden bis zum Mittag ... und letztendlich das mit der Fatigue und der MS (jetzt ist es raus) mit der ich 14 Jahre nach Diagnosestellung einfach nicht mehr Vollzeit arbeiten kann. Stumm nicke ich weiter alles ab, an meinem Verhalten wird sich eh nichts mehr ändern. Das Arbeitspensum kann ich schon lange nicht mehr schaffen. So einige Dinge, die für viele Menschen selbstverständlich sind, Schlafen, etwas mit der Hand greifen und nicht fallen lassen, rechtzeitig eine Toilette erreichen und sich nicht in die Hose machen - mußte ich für mich nach und nach aufgeben. Klar das MS, Depression und Selbstmordgedanken Hand in Hand gehen.

Zu etwas Schönem ... die Temperaturen steigen langsam wieder, ich kann jetzt endlich meinen neuen, kleinen, roten Roadster fahren (auf Sommerreifen). Nur für den Firmenparkplatz muß ich mir eine Lüge ausdenken, das ist das Auto von meinem Freund (ich möchte nicht noch den Neid der anderen Mitarbeiter auf mich ziehen).

(Verdammtes Mitleidsgetue, aber MS-Patienten sind bekanntlich die schlimmsten von allen.)

[28.03.16 / 21:15] 11 Monate HRT - Hormone und Antidepressiva - eine teuflische Kombination. Die zusätzlichen Kilos (morgens 62 kg auf der Waage) bekomme ich wohl nie wieder von meinem Gewicht runter. Der Brustumfang liegt dafür weiterhin bei 77 cm zu 88,5 cm. Mir liegen jetzt die Werte des Hormonspiegels von vor drei Monaten vor: Nach Änderung der Medikation auf drei Hub ist der Estradiolwert erwartungsgemäß gesunken, auf 162,7 ng/l (-192,5 ng/l). Der Testosteronwert schwankt weiterhin im niedrigen Bereich bei 0,24 µg/l (+0,01 µg/l). Die Medikation bleibt bei drei Hub Estradiol-Gel täglich und 50 mg CPA. Für das nächste Quartal, wenn ich ein neues Rezept für meine Hormone hole, werde ich bei meiner Frauenärztin nach den aktuellen Laborwerten der letzten Blutentnahme fragen.

Zu etwas vollkommen, vollkommen Anderem ... was mir in letzter Zeit so durch den Kopf geht: Wenn das wirklich so ein "todsicheres" Ding wäre, sich mit einer Überdosis Antidepressiva umzubringen, dann würden doch alle Depressiven das reihenweise tun? Macht aber keiner - wahrscheinlich führt das nur geradewegs ins nächste Krankenhaus, aber nicht in den sicheren Tod. Sollte ich mir wegen den zunehmenden Suizidgedanken in letzter Zeit Sorgen um mich machen? ... Nein, ... das ist ganz normal, ... kommt immer mal wieder.

Die Dosis der schlaffördernden (oder besser, jetzt nur noch leicht schlafünterstützenden) Serotoninhemmer/Antidepressiva werde ich verdoppeln müssen, da die schlaffördernde Wirkung nachläßt ... wieder zunehmende Schlafstörungen/Wachphasen in den letzten Tagen. Die Arbeit ist es, die mich psychisch fertig macht! Vor einigen Jahren noch als Mann angefangen, kann ich mittlerweile als hormonelle Frau überhaupt nichts mehr mit diesen Technik-Kram anfangen - und bekomme dafür all diese negativen, emotionalen Schwingungen zwischen der Belegschaft und den diversen Managementschichten unmittelbar mit! Ich fühle mich da als empfindsame Frau nicht mehr wohl. Ich will einfach nur noch kündigen und weg ... weg nach Leipzig und zu meinem Freund ziehen.

[20.03.16 / 17:43] Freitag Nachmittag unterwegs auf der Autobahn Richtung Dresden. Weit komme ich nicht, die ersten Kilometer stehe ich schon eine Stunde im Stau. Ich nutze die Zeit, um meine Mails und SMS am Smartphone zu überprüfen. Die Wohnungsbesichtigung für das kleine Zwei-Zimmer-Apartment in Leipzig für den späten Nachmittag wurde abgesagt - den Termin hätte ich durch den Stau sowieso nicht mehr halten können. Ich brauche noch etwa fünf Stunden, bis ich am Abend an einem kleinen Schloß in der Umgebung von Dresden ankomme. Fünf Bands aus der Gothic-Szene sollen hier heute Abend spielen - der Flyer dafür liegt schon seit einigen Wochen bei mir herum. Der Eintritt verzögert sich, ich verwende die Zeit wieder sinnvoll, um im Auto, bei leicht dunkler Innenraumbeleuchtung, im Kosmetikspiegel der Fahrerblende meinen Kajalstrich an beiden Augenlidern zu ziehen. 30 Minuten später stehe ich wieder am Eingang der Abendkasse. Es dauert noch mindestens zwei Stunden, bis nach 22 Uhr die erste Band spielt. Ich erkunde das Schloß mit seinen verwinkelten Gewölbekellern und stehe danach ungeduldig am Buffet im Innenhof, bis es endlich eröffnet ist und ich etwas essen kann (nur vegan). Fasziniert beobachte ich die zunehmende Besucherschar - alles coole Leute. Spätestens bei der zweiten Band ist der kleine Keller für die Konzerte vollkommen unterdimensioniert. Es wird richtig voll, auch auf einer der beiden Tanzflächen in den anderen Kellerräumen (die andere war zu kalt, dort konnte ich nur mit meinen schwarzen Wollmantel tanzen, hüftlang und mit Händen in den Manteltaschen, den Blick immer nach unten auf den Boden gesenkt - wie Grufties das so tun).

Kurz vor 1 Uhr nachts haben gerade mal zwei von fünf Bands gespielt und ich muß wieder zurück nach Leipzig fahren. Ich will nicht später als 2 Uhr bei der Wohnung meines Freundes sein, um noch eine Antidepressiva einzuwerfen - während der Fahrt durch die Nacht wäre das total fahrlässig, so müde, wie die machen. Einige Minuten nach um 2 Uhr nachts parke ich mein Auto vor der Wohnung meines Freundes. Ich klingele an der Haustür ... nichts. Beobachte sein Schlafzimmerfenster im Erdgeschoß, klingele nochmal, rufe sein Handy an, mehrmals - er macht nicht auf. Das wiederhole ich ungefähr für eine halbe Stunde, bis ich entnervt in mein altes, nicht weit entferntes Stammhotel fahre. Zum Glück ist da noch ein Zimmer frei für die Nacht.
Sonnabend am frühen Nachmittag (ich habe wieder einen späten Check-out gebucht) begebe ich mich wieder in die Leipziger Innenstadt. Zuerst einen Cappuccino als Frühstück in einer großen, nicht sehr unbekannten Kaffeehauskette am Hauptbahnhof und danach wieder in den Geschäften in der Innenstadt umherstreifen. Schwarze Kleider ... schwarzer Nagellack - aber kaufen tue ich nur ein Buch über "Tai Chi" in einer Buchhandlung (welches im Regal für "Gesundheit" stand - nicht in dem Regal für fernöstliche Kampfsportarten, für angehende Samuraikrieger und Kung-Fu-Enthusiasten). Es ist Buchmesse in Leipzig (erkennbar an den Manga-Mädchen in kurzen Miniröcken, die überall herumlaufen) und da hat sich das einfach angeboten. Mein Freund arbeitet da wieder (Catering?) und er will nach um 6 Uhr abends wieder in seiner Wohnung zurück sein. Ich esse noch etwas in einem vietnamesischen Bistro und trinke einen kleinen Espresso im Stehen am Bahnhof (mein Auto steht hier wieder im Parkhaus), bevor ich zu ihm fahre. Die Umarmung wird wieder sehr eng und herzzerreißend - das mit letzter Nacht, daß er mich nicht reingelassen hat - vergessen.

Wir unterhalten uns den Abend noch etwas auf seiner Couch. Ich zeige ihm meine Bilder von Amsterdam (und mein neues Auto, das ich mir gekauft habe), er zeigt mir seine Reisehistorie in seinem Reisepaß (sein altes Foto von ihm finde ich niedlich) und erzählt mir etwas über sein aktuelles Problem. Er braucht Geld, viel Geld, für die Bezahlung von Terminvermittlern an der deutschen Botschaft in Jordanien (genau dieselbe Praxis wie im Libanon und der Türkei) und Flugtickets für seine syrischen Familienangehörigen, die er über den Familiennachzug nach Deutschland holen will. Ich bin geneigt, ihm etwas zu geben. Nach meinem Autokauf sind noch ein paar Euro übrig.
Den Sonnabend Abend gehe ich wieder zu einem Konzert mit Bands aus der schwarzen Szene in einem Club in Leipzig. Auch hier sollen wieder fünf Bands spielen, die ersten zwei habe ich schon verpaßt, als ich gegen 22 Uhr an der Abendkasse meinen Eintritt zahle. In Leipzig sind aber nicht so coole Leute wie in Dresden. Dafür gehen die Konzerte zügig voran, besonders die finnische Deathrockband gefällt mir.
Auch diese Nacht zum Sonntag will ich wieder spätestens um 2 Uhr nachts in der Wohnung meines Freundes sein, um mir ein schlaffördernden Serotoninhemmer einzuwerfen. Vorher fahre ich noch an einer Bank vorbei ... ein komisches Gefühl, mitten in der Nacht am Automaten einen kleinen, vierstelligen Betrag Bargeld abzuheben. Ich liebe ihn. Als ich zurück in seiner Wohnung bin, schläft er bereits. Ich lege das Geld in sein Portemonnaie auf den Couchtisch und schlafe danach neben ihm ein. Er ist schon weg zu seiner Arbeit am nächsten Morgen, als ich kurz vor Mittag aufwache (die Tabletten sind wirklich gut). Leider auch dieses Wochenende wieder kein Sex für mich. Gegen Mittag noch ein Tankstellen-Frühstück und wieder zurück auf der Autobahn (ganze 600 km werde ich dieses Wochenende verfahren).

[10.03.16 / 14:50] Seit 6 Wochen gibt es für mich nur drei Arten von Nächte: drei Stunden schlafen am Anfang und die zweite Nachthälfte wach liegen, eine Stunde schlafen am Morgen und vorher die Nacht wach liegen oder eben durchgängig die ganze Nacht wach liegen. Würde ich mich dabei nicht immer wieder in diese nervösen Unruhezustände aufschaukeln und komplett die Nerven verlieren (und in Tränen ausbrechen, verdammte Hormone), wäre das im ständigen Wechsel 3/1/0 vielleicht noch zu ertragen. Die Hemmschwelle zur Einnahme von Antidepressiva sinkt, ein Serotoninhemmer soll mich wieder in den Takt bringen.
Amsterdam war schön, schlagartig konnte ich ganze vier Nächte durchschlafen (einmal sogar mehr als 8 Stunden) - die ersten beiden Nächte nach der Rückreise liege ich wieder wach in meinem Bett. Meine Ärztin bezeichnet das als "Anpassungsstörungen" - äußerlich (und emotional) verändert sich mein Körper zur Frau, aber ich bleibe weiter teilweise gefangen in meinem alten männlichen Leben, welches ich noch nicht komplett abstreifen konnte (Arbeit und soziales Umfeld, die mich noch als Mann kennengelernt haben). Ich brauche endlich einen großen Bruch mit meiner Vergangenheit ... in Amsterdam habe ich mich so frei und glücklich gefühlt (genauso wie bei all meinen anderen Reisen: Kalifornien, New York, Tokio, Rom).

Nachtrag: ... und (fast wieder *) abgesetzt. Ich kann mich mit der Pille zwar für mehr als 8 Stunden die Nacht "wegknallen", aber der Tag darauf ist weniger erholsam oder lebbar wie nach einer 3-Stunden-Nacht. Viel zu müde und benommen ... und Hunger auf alles mögliche. Ich weiß, daß es auch ohne geht, Amsterdam hat es gezeigt.
(* Ich nehme sie ja doch ... endlich wieder ein- und durchschlafen. Nur die erste Einnahme hatte so einen großen Überhang in den nächsten Tag, die weiteren Tage/Nächte waren angenehmer.)

[07.03.16 / 22:25] (Teil 2) Quer durch das Rotlichtviertel zur besagten Kirche. So interessant ist die nun auch wieder nicht, nur daß ich etwa über 2500 Grabplatten laufe, mit 10000 Leichen. Halb Amsterdam der letzten 500 Jahre liegt hier begraben. Als ich die Kirche verlasse, ist es noch viel zu früh zum Abendessen und ich begebe mich wieder auf eine Einkaufstour. Stationen sind ein Leder- und SM-Geschäft in der Warmoesstraat, diverse Sexshops im Rotlichtviertel (ich will etwas Schönes für mich und meinen Freund kaufen) und ein Geschäft für Fetischkleidung oder einfach nur etwas Aufreizendes für die Dame. Kaufen tue ich aber letztendlich nur ein 90x90 cm Baumwolltuch in einem kleinen Laden für Schals und Tücher. Keine Seide, aber dafür in Grün mit bedruckten Blumenmuster.
Weiter in einen der unzähligen Coffeeshops von Amsterdam, noch einen Kuchen als Proviant für die Zugfahrt zurück am nächsten Tag kaufen und Abendessen in einem tibetischen Restaurant - danach wieder zurück in den Coffeeshop und einen noch viel mehr potenteren Schoko-Muffin kaufen. Hoffentlich laufen bei Grenzübertritt nicht wieder deutsche Drogenspürhunde durch den Zug. (Nachtrag: Keine Hunde, nur Paßkontrolle mit sehr irritierten Gesichtern ... wegen dem männlichen Namen und Foto.)

[07.03.16 / 22:24] Der vierte Tag in Amsterdam, gegen Mittag zum Rembrandthaus. Vom Hotel aus nur etwa 750 m entfernt (und getrennt) durch das angrenzende Rotlichtviertel. Die Frühschicht steht schon bereit. Das Rembrandthaus zeigt einen rekonstruierten Einblick in die Wohnwelt des alten Meisters. Die Schauvorführung der Druckpresse ist sehr interessant. Im Museumsshop kann man seine Farben kaufen - "The Joy of Painting" mit Rembrandt.
Weiter am frühen Nachmittag zum "He Hua"-Tempel in Chinatown - leider montags geschlossen. Kurz in einer angrenzenden italienischen Bar einen Espresso trinken und über eine Planänderung nachdenken. Die "Oude Kerk" ist noch in der Nähe, aber vorher gehe ich noch in einen asiatischen Supermarkt einkaufen. Ich vermisse mein grünes Matcha-Eis aus Tokio. Tatsächlich gibt es in dem Laden Matcha-Eiscreme im Tiefkühlfach, aber die Packung ist viel zu groß. Taiwanisches Matcha-Konfekt muß als Ersatz herhalten. (Ende Teil 1)

[06.03.16 / 22:47] Tag 3 in Amsterdam - Sonntag und Museumstag. Gegen späten Vormittag vom Hotel aus zum Rijks Museum (diesmal ohne Absätze, in weiser Voraussicht habe ich auch meine "Doc Martens"-Stiefel zum Wechseln dabei - mit neuen "Comfort"-Einlegesohlen). Die beiden Höhepunkte in dem Museum sind natürlich die Gemälde Vermeers "Milchmädchen" und Rembrandts "Nachtwache", vor der sich die Touristen scharen.
Stunden später am Nachmittag wieder zurück in die Altstadt von Amsterdam zum Hanfmuseum. Nichts was ich nicht schon über diese Nutzpflanze wüßte, aber einige interessante Exponate. Weiter bei Anbruch der Dunkelheit zum Museum des Rotlichtviertels, dem "Red Light Secrets". Dieses Museum überrascht mich mit interessanten Einblicken in das Leben, bzw. die Arbeit einer Prostituierten und neuen Informationen. Das rote Licht im Schaufenster steht für eine "normale", bezahlbare Geliebte, das blau-lila oder purpur eingefärbte Licht für das einer Transgender oder She-male (schön zu wissen, daß ich meine Internetseite von Anfang an schon richtig einfärbe). Weiter zum Abendessen in einer Pizzeria und wieder zurück zum Hotel.

[05.03.16 / 23:47] Der zweite Tag in Amsterdam - und unzählige Kilometer auf Kopfsteinpflaster ... in Absätzen (von wegen in Amsterdam liegt alles in der Nähe). Den späten Vormittag noch entspannt vom Hotel aus zum Blumenmarkt und von dort aus zur parallel liegenden Reguliersdwarsstraat, dem "Gay Hot Spot" von Amsterdam. Außer zwei Regenbogenfahnen und ein paar Clubs, die nur abends oder nachts offen sind, ist nichts zu sehen (die Idee gegen Abend hier wieder zurückzukehren, werde ich aber gegen Ende des Tages wieder verwerfen). Weiter zum Rembrandtplein zum Pfannkuchen Essen gegen Mittag. Vorbei an den Grachten mit den unzähligen pittoresken Fotomotiven.
An der Keizersgracht besuche ich noch die alte Stadtvilla der Patrizierfamilie van Loon, bevor ich mich auf den kilometerlangen Marsch zurück zum Anne-Frank-Haus in der Prinsengracht mache. Zu viele Touristen, ein Foto von außen reicht. Für mich viel interessanter und vollkommen touristenfrei ist das ganz in der Nähe liegende "Homomonument". Weiter den Nachmittag in ein Fachgeschäft für BDSM-Utensilien und in eine Bar hinter dem Hotel, einen Espresso trinken. Beide Standorte (die Bar und das Geschäft) von außen und vom weiten schon durch die im Wind flatternde Regenbogenflagge erkennbar. Wie ein Leuchtturm für mich. Kurzer Aufenthalt im Hotel und weiter zum Abendessen in ein amerikanisches Restaurant.
Den Abend laufe ich noch mit einem Abstecher über das Rotlichtviertel (viel zu viele junge Männergruppen, die eh nur gucken wollen) wieder zurück zum Hotel. Spätestens jetzt sind die Füße in den Stiefeln mit den hohen Absätzen so weit kaputt, daß ich die Nacht (Sonnabend Abend) nicht mehr Ausgehen möchte (aber nur diese Stiefel passen zu dem Kleid).

[04.03.16 / 23:17] Der erste Abend in Amsterdam, vom Bahnhof aus in das Hotel in der Nähe (alles liegt in der Altstadt von Amsterdam in der Nähe) und bei Anbruch der Dunkelheit, erste Berührungsversuche mit dem Rotlichtviertel. Zu viele junge Männer in den engen Straßen. Weiter in ein Steakhaus zum Abendessen, wieder kurz zurück in das Hotel und noch einmal in das Rotlichtviertel. Ich gehe auch gezielt in die Gasse, von der ich erfahren habe, daß dort transsexuelle Prostituierte arbeiten sollen. Sie sind genauso hübsch und jung wie die anderen beneidenswert hübsch und jungen Damen in den anderen Schaufenstern unter dem Rotlicht. Kein Unterschied ist von außen zu erkennen. Ihr Lächeln überspielt die Tragik ihrer schweren, körperlichen Sexarbeit.

[03.03.16 / 22:01] Ein Jahr nach meiner Antragstellung für die Namens- und Personenstandsänderung (exakt 1 Jahr und 1 Woche) habe ich meinen zweiten Gutachtertermin, in Halle. Auch diese Gutachterin ist wirklich sehr nett. Sie hat bewußt meinen Lebenslauf vorher nicht gelesen, um mich unbeeinflußt davon kennenzulernen. Die anderthalb Stunden erzähle ich so Dinge, die so nicht in meinem Lebenslauf stehen (u.a. meine frühe Kindheit). Der Bogen gestaltet sich weiter über meine Schicksalsschläge und schweren medizinischen Diagnosen in meiner Vergangenheit (mit bildlicher Darstellung meines einzigen Suizidversuches vor vielen Jahren) und weiter bis zur aktuellen Gegenwart, das letzte Wochenende mit meinem Freund - ich wünschte, ich könnte schwanger von ihm werden, aber das ist unmöglich. Meine Schlaflosigkeit führt sie als Psychiaterin auf eine aktuelle Depression zurück ... zu viele unverarbeitete, innere Konflikte. In 6 Wochen schickt sie den Bericht an das Amtsgericht. Dann noch ein, zwei oder drei Monate und ich sollte endlich meine neuen Dokumente und Ausweispapiere erhalten (und hoffentlich nie wieder als "Herr" angesprochen werden).

[28.02.16 / 21:46] Aus! Ende! Vorbei! Es geht nicht mehr! Ich kann nicht mehr schlafen, es funktioniert einfach nicht mehr. Ich mache jetzt einfach so viele Nächte durch, bis ich kaputt umfalle. Auf den Weg die Nacht in die Disco in Leipzig. Nach einer 36-stündigen Wachphase ist die Autobahnfahrt zwar nicht so angenehm (ich habe tatsächlich Probleme den Abend die Spur zu halten), aber ich lasse mich durch meine Schlaflosigkeit nicht terrorisieren. Ich will leben.

Ich parke mein Auto den Freitag Abend am Hauptbahnhof von Leipzig, mein Freund erwartet mich schon. Nach einer herzzerreißenden Umarmung kommt aber schon der erste Dämpfer für ihn. Er will den Abend unbedingt in den Swingerclub mit mir. Ich lehne ab und sage entschlossen Nein. Ich bin zu müde, zu kaputt - und außerdem wäre da an diesem Abend eine "Gangbang Party", das ist nun wirklich nicht das richtige für mich. Wir fahren in den Disco-Club, den ich für diesen Abend ausgewählt habe. Dort angekommen, setzt er sich sofort in einen Sessel und schläft für mehrere Stunden, während ich auf der Tanzfläche bin und die Flirtversuche eines anderen Gastes (mit französischen Akzent) abwehre und meinen Plan verfolge, mich kaputt zu machen. Das ich meinen Freund enttäuscht habe, tut mir leid. Kurz nach halb Zwei nachts wacht er in dem Sessel auf und ich nutze die Chance, mit ihm zu gehen. Wir fahren zurück zu seiner Wohnung. Ein kurzer Blowjob ist alles, was wir die Nacht noch machen. Habe ich sein Sperma vorher immer ausgespuckt, so ist dieses mein erstes Mal, daß ich schlucke. Der Schluckreflex hat einfach eingesetzt. Es ist jetzt in mir.
Vor etwa 4 Wochen war die letzte Nacht, in der ich mit ihm geschlafen habe und entspannt einschlafen konnte. Genau darauf habe ich gehofft. Ihn neben mir liegen zu sehen, seinen Atem zu hören, wirkt so beruhigend, daß ich tatsächlich nach kurzer Zeit einschlafe und für komplette 5 Stunden durchschlafe. Endlich. Ich habe ihn schon immer dafür bewundert, wie tief und fest und wie lange er schlafen kann. Ich wünschte, ich könnte das auch. Gegen 8 oder 9 Uhr am Sonnabend Morgen stehe ich auf. Er hat einen Anruf bekommen und hilft diesen Sonnabend noch Bekannten beim Umzug oder den Einbau einer Küche. Kurz nach ihm verlasse auch ich gegen 10 Uhr seine Wohnung.

Ich verbringe wieder den Tag in der Leipziger Innenstadt. Frühstück am Bahnhof und Anprobe eines BH's in meinem favorisierten Fachgeschäft für Dessous. Leider wieder keine passende Größe für mich - 75 cm ist zu eng, aber passendes Körbchen - 80 cm ist genau richtig, aber in das A-Körbchen passen meine Brüste noch nicht rein. Mittagessen am indischen Buffet und weiter zu einer Parfümerie am Bahnhof. Auch hier vergleiche ich nur Nagellackfarben und lasse mich beraten, welches Produkt die richtige Handcreme gegen spröde und trockene Hände ist, kaufe aber letztendlich nichts. Weiter in die Innenstadt auf der Suche nach einem Geschäft, welches 100% Seidentücher anbietet. Bis auf ein Kaufhaus (in dem mir die Farbe und das Muster des Tuches nicht zusagt), werde ich nicht fündig. Zurück zur Wohnung meines Freundes. Er ist gegen 4 Uhr am Nachmittag immer noch nicht zurück und ich fahre schon wieder in die Innenstadt. Dieses Mal habe ich keinen Wohnungsschlüssel. Immer wieder laufe ich an diesen "DDR-Laden" vorbei, ohne ihn jemals einen Besuch abzustatten. Dafür wäre jetzt endlich mal Zeit. Ein dunkelblauer "Dederon-Beutel" mit Blümchenmuster weckt meine nostalgischen Gefühle und landet in meinem Besitz. Ich laufe weiter zu meinem favorisierten Schuhgeschäft auf der Suche nach "Hexenschuhen" - Schwarz, spitz zulaufend, halbhoher Schaft und mit großer, silberner Schnalle und Blockabsätzen - zu ausgefallen meine Wünsche und erwartungsgemäß nicht fündig geworden. Noch einmal mit dem Auto wieder zurück zur Wohnung meines Freundes (das Parkhaus am Leipziger Bahnhof verdient ein Vermögen mit mir).

Ich verpasse ihn nur um 25 Minuten gegen 18:25 Uhr und er schreibt mir, daß er wieder zu seiner Arbeit für diese Nacht gegangen ist. Das zweite, enttäuschende Erlebnis für ihn mit mir an diesem Wochenende. Er schreibt auch, ich soll auf seinen neuen Mitbewohner warten, er wird mich reinlassen, wenn er kommt. Tatsächlich parkt nur wenige Minuten später ein Auto mit ausländischem Kennzeichen neben dem Hauseingang. Ein Mann steigt aus und in der Wohnung meines Freundes gehen die Lichter an. Ich steige auch aus meinem Auto aus und klingele an der Haustür. Sein Mitbewohner läßt mich rein und öffnet die Wohnungstür. Ein Marokkaner aus Italien, der mir zu verstehen gibt, daß er nur, wenn überhaupt, italienisch spricht. Mit meinem äußerst minimalen italienischen Vokabular entsteht eine etwas holprige Konversation. Ich kann ihm zumindest sagen, daß ich gerne einen Schlüssel hätte, wenn ich den Sonnabend Abend noch in Leipzig ausgehen will und die Nacht nicht wieder klingeln möchte. Er gibt mir seinen Schlüsselbund, "Grazie".
Den Sonnabend Abend gehe ich noch in ein mexikanisches Restaurant, bevor ich etwas trinken gehe in einem Club mit Punk-Musik. Gegen Mitternacht bin ich aber wieder in der Wohnung meines Freundes und schlafe für ein oder zwei Stunden in seinem Bett. Ich vermisse ihn und kann die weiteren Stunden bis weit nach um 5 Uhr kein Auge zu tun. Ich brauche ihn zum Einschlafen. Er ist so etwas wie mein Teddybär. Kurz vor um 6 Uhr kommt er geschafft und müde von seiner Arbeit und legt sich sofort neben mir schlafen. Kein Sex dieses Mal, aber das ist für mich in Ordnung. Beruhigend flüstere ich ihm noch ins Ohr, daß er jetzt endlich schlafen kann, bevor auch ich wieder meinen Schlaf finde.

Gegen 9 Uhr am Sonntag Morgen muß ich wieder aufstehen. Gegen 11 Uhr wollen ein paar Bekannte vorbeikommen und Möbel für so eine Art "Flüchtlings-Möbelhaus" für ein paar Tage in seiner Wohnung zwischenlagern. Bis dahin muß ich weg sein. Kurz vor 11 Uhr erhält er deshalb einen Anruf und ist für einen kurzen Moment wach. Da ich ihn sonst nur schlafend kenne, nutze ich diese kurze Gelegenheit, ihm endlich die vielen Dinge zu sagen, die seit Wochen auf meiner Seele liegen.

"I marry you, if you need a permission to stay in Germany."
- "No. I have a permission."

"I have made a test for HIV some weeks ago. I'm HIV negative."
- "What does that mean?"
"Everything is OK."

"I suffered of sleeplessness the last weeks. Only with you I can find some sleep. I feel so relaxed next to you. That's so nice."

Mit einem Abschiedskuß auf seiner Wange, verlasse ich ihn wieder. Er sieht so wunderschön aus, wenn er in dem Sonnenschein durch die Jalousien schlafend in seinem Bett liegt. "You're so beautiful" flüstere ich ihm noch an der Türschwelle zu seinem Zimmer stehend zu, während ich mich, den Tränen nahe, von ihm abwenden muß und durch die Wohnungstür verschwinde.

[28.02.16 / 21:45] 10 Monate HRT - und extreme Schlaflosigkeit die letzten drei Wochen (von einer meiner vier behandelnden Ärztinnen auch "nichtorganische Insomnia" genannt). Es gibt Momente, da bin ich bis zu 64 Stunden durchgehend wach. Ich komme die Nacht bis zum Einschlafpunkt, kann aber mein Bewußtsein nicht komplett abschalten, stehe auf, laufe nervös und unruhig umher, gehe ins Bad, befeuchte mein Gesicht, reiße das Fenster auf um durchzuatmen, Hitzewallungen, lege mich wieder ins Bett - und das Spiel wiederholt sich alle paar Minuten die ganze Nacht. Was kann das sein? Depression (mit ewigen Grübeln)? Wechseljahresbeschwerden (mit 34)? Ich habe einen Verdacht - das Cyproteronacetat. Vielleicht hat mein Körper jetzt eine ganze Menge an neuen Östrogen-Rezeptoren ausgebildet und das CPA, das eigentlich das nicht mehr vorhandene Testosteron blockieren sollte, blockiert jetzt des Östrogen und es kommt zu diesen Mangelerscheinungen? Depression und Angst stehen auch im Beipackzettel unter häufigen Nebenwirkungen. Ich zerteile die 50 mg Tablette und schaue mal, was passiert. Zusätzlich habe ich aber auch mit einer mindestens zweiwöchigen Baldriankur angefangen, die wirkt so schön sedierend und ich kann (manchmal) endlich wieder einschlafen. Beim nächsten Termin mit meiner Frauenärztin sollte ich über meine Hormonsubstitution sprechen und ob das CPA nicht jetzt dauernd reduziert werden kann. Ich werde mich ja nicht gleich wieder zu einem Mann zurückverwandeln (hoffentlich). Mein Brustumfang liegt weiterhin bei 77 zu 88,5 cm.

Nachtrag: Die Frustration wegen dem ständigen Schlafmangel macht mich irgendwie gefährlich aggressiv - ich nehme vorsichtshalber wieder die volle Dosis Testosteronblocker (ich will nicht wieder mein Bett "verkloppen"). Konnte ich vorher noch für 1 bis 2 Stunden die Nacht schlafen, lege ich in den 6 Tagen auf halber CPA-Dosis für 3 Nächte komplett wach.

[31.01.16 / 21:54] Freitag Abend im Swingerclub in Leipzig, kein Sex für mich. Dafür führe ich einige interessante Gespräche mit den Gästen. Woran es liegt, daß ich dieses Mal alleine für mich bleibe? Ich weiß es nicht. Vielleicht wirke ich als transsexuelle Frau einfach unnahbar, vielleicht lag es auch an meinem neuen Kleid, langärmlig und mehr als knielang, zu bieder für diese Art von Etablissement in einem ehemaligen Bordell.
Gegen 4 Uhr am Sonnabend Morgen fahre ich wieder zurück zu der Wohnung meines Freundes. Er hat seine Schlüssel für mich im Briefkasten hinterlegt - den ich dafür aufbrechen muß. Er kommt erst nach um 5 Uhr morgens von der Arbeit, ich bin noch wach und liege erwartungsvoll in seinem Bett (in meiner Leopardendecke). Aber auch er ist sehr müde und es passiert nicht viel in dieser Nacht. Erst am Sonnabend Mittag, als er wieder aufwacht, kommen seine Kondome, die er bereitgelegt hat, endlich zur vollen Nutzung (es ist diese Stellung, in der ich auf dem Rücken liege und eines meiner Beine auf seiner Schulter liegt).
Viel Schlaf gibt es nicht für uns an diesen frühen Sonnabend Nachmittag, "Mr. Jobcenter" bekommt ständig Anrufe von diversen Personen (aber er geht nicht ran). Über 20 arabische Namen (alles Flüchtlinge?) zieren jetzt seinen Briefkasten, für die er die Behördenpost annimmt. Sein Couchtisch ist voller Briefe vom Jobcenter. Kurz vor 16 Uhr zieht er sich wieder an und geht wieder arbeiten. Ich liege immer noch in seinem Bett, aber bekomme keinen Abschiedskuß von ihm, das bedrückt mich.
Kurz nach Sonnenuntergang den Sonnabend Abend verlasse auch ich seine Wohnung, um in der Leipziger Innenstadt essen zu gehen. Ich habe Lust auf ein italienisches 3-Gänge-Menü. Vorher schweife ich aber wieder in einer Parfümerie umher und betrachte die Auslagen an Nagellack. Von Chanel gibt es dieses schöne, dunkle, fast schwarze Anthrazitgrau - welches es bei Artdeco nicht gibt, dafür werde ich bei der Marke von der Auswahl an Top-, Base- und anderer Pflege-Lacke total überfordert.

Gegen 22 Uhr abends bin ich wieder zurück in seiner Wohnung. Ich weiß noch nicht, wann er wieder zurück kommt, wahrscheinlich wieder sehr spät, fühle mich aber zu müde von der letzten Nacht, um diese Nacht wieder auszugehen. Ich bin ihm so nah wie nur möglich gekommen, und vermisse ihn immer noch. Ich vergrabe mich die Nacht in seiner Bettdecke und schlafe ein.
Es ist kurz nach 5 Uhr am Sonntag Morgen, als er von seiner Arbeit zurückkommt, endlich. Er zögert nicht lange und hat sofort Sex mit mir. Er hat mich in seinem Bett liegend zurückgelassen, er findet mich auch wieder in seinem Bett liegend vor. Ich habe viel Zeit an diesen sonnigen Sonntag Morgen, ihn zu betrachten, wie er neben mir schläft (ich habe ja auch mehrere Stunden Vorsprung an Schlaf). Er sieht so sexy aus. Südländisch, dunkel gebräunt, Drei-Tage-Bart, nicht zu schlank, nicht zu dick, nicht zu sehr muskulös - und diese wunderschönen arabischen Augen - einfach ein attraktiver Mann für mich (er weiß, daß ich seinen Körper liebe).
Wir haben den Sonntag Mittag, als er für einen kurzen Moment aufwacht, wieder Sex miteinander (dafür bin ich doch hier). Es ist diese Art Stellung, bei der ich auf dem Bauch liege und er sehr tief von hinten in mich eindringen kann. Das nützt er auch aus und stößt sehr heftig zu. In dieser Position bin ich ihm total ausgeliefert (ich mag ja lieber die Reiterstellung, bei der ich ihn kontrollieren kann). Ich sage ihm mehrmals "No", aber er ist nicht zu bremsen. Diese Schmerzen durch das tiefe Eindringen, begleiten mich noch den ganzen Tag - warum tue ich mir das an? Weil ich ihn so sehr liebe. Auf wackeligen Beinen schleppe ich mich danach durch seine Wohnung zum Bad, um mich untenherum sauber zu machen. Er raucht noch eine Zigarette in der Küche, bevor er sich wieder hinlegt. Am frühen Sonntag Nachmittag bin ich es, die sich anzieht und ihn nackt in seinem Bett liegend, mit einem Abschiedskuß, verläßt.

[28.01.16 / 20:53] 9 Monate HRT - der Brustumfang liegt weiterhin bei 88,5 cm. Seit einiger Zeit muß ich beim Treppen abwärts steigen immer meine Brüste festhalten, da sie sonst zu stark mitwippen würden. Ich sollte wieder anfangen, BHs zu tragen. Das Gefühl ist anders als früher, da habe ich das Gewicht (und die Schwerkraft) der Silikoneinlagen nur über die BH-Träger gespürt - bei meinen echten Brüsten spüre ich das Bewegungsgefühl im gesamten Körpergewebe. Nicht nur das, Drücken und Stöße sind ein unangenehmes Gefühl in dieser sensiblen Gegend. Zum Glück gibt es in meiner Größe nur gut gefütterte und gepolsterte Push-up-BHs.
Zu etwas anderem, laut Aussage meiner Frauenärztin ist mein Estradiolwert wieder gesunken - ich bin also definitiv nicht schwanger.

[24.01.16 / 00:45] Böse Gedanken: Drei Wochen nach dem letzten Sex und es kommt keine Nachricht von ihm. Tiefe Selbstzweifel durchziehen meine Gedankenwelt, während ich jeden Tag auf einen Anruf von ihm warte. Hat er mich nach dem Sex einfach nur weggeworfen (und allein zurückgelassen) wie ein benutztes Kondom? Ist meine Liebe zu ihm stark einseitig und nur eine Illusion? Wenn er etwas für mich empfindet, zeigt er es nie. Ist es für ihn wirklich nur eine reine Sexbeziehung? Früher oder später geht diese Art von Beziehung daran zugrunde, weil ein Partner mehr empfindet als der andere.
Ich traue mich nicht ihn anzurufen ... aus Angst vor der unvermeidbaren Enttäuschung. Viele Tränen laufen jeden Abend über mein Gesicht und ich brauche sehr lange, bis ich die letzte Grenze überschreite und ihm "I miss you"-Nachrichten schreibe. Er antwortet tatsächlich einen Tag später an einem Freitag. Für einen kurzen Moment weicht das Gefühl der tiefen Traurigkeit dem Gefühl des Glücks und der Hoffnung ihn wiederzusehen. Er verabredet sich mit mir für den Sonnabend, er möchte mit mir wieder ausgehen.
Dieses Gefühl der Verliebtheit und der Vorfreude auf ein Treffen mit ihm währt nur kurz. Auch er versetzt mich nur einen Tag später, während ich schon energiegeladen in den Vorbereitungen für den Abend stecke. Ein Schockmoment, alles bricht wieder zusammen. Meine Gefühle schwanken zwischen Selbsthaß und angegriffenen Stolz. Ich bin weder hübsch noch interessant, aber so eine wie mich wird er niemals wiederfinden.
Während ich schon nebenbei nach weißen Hochzeitskleidern suche (nur ein Mädchentraum), hat er sich vielleicht schon längst innerlich von mir getrennt. Eigentlich wollte ich die letzten Wochen für ein paar Tage mit ihm zusammenziehen - es ist nicht dazu gekommen - das hat mich enttäuscht. Ich wünschte, er wäre endlich der Richtige, nach all den Jahren des Wartens und der Einsamkeit. Ist er es? Ich kann nicht mehr.

"Araber sind wahnsinnig gut im Bett, aber beziehungsmäßig eine Katastrophe."

[15.01.16 / 19:19] Die paar Male ungeschützter Sex, meine Begegnungen in dem Swingerclub, die Nachfragen des Marokkaners (der mich immer noch für eine transsexuelle Prostituierte hält), ob ich gesund bin. All das bewegt mich dazu, endlich einen HIV-Test machen zu lassen (anonym beim Gesundheitsamt). Eine Blutentnahme, drei Tage banges Warten und dann das Ergebnis: HIV-negativ (wie erwartet). Die Wahrscheinlichkeit sich mit HIV zu infizieren, ist hierzulande eher gering. Dennoch ... ich sollte dieses Ergebnis als Ansporn nutzen und wieder vermehrt auf die Verwendung von Kondomen achten. Ich war immer sehr vorsichtig, ich will auch wieder sehr vorsichtig sein (die ungewisse Wartezeit zwischen der Blutentnahme und dem Testergebnis möchte ich ungern noch einmal durchleben).

[10.01.16 / 18:37] Ich halte immer noch Kontakt zu dem Marokkaner ... glaube weiterhin an die Idee einer Dreiecksbeziehung und versuche ein Treffen zu arrangieren ... er versetzt mich ein zweites Mal. Vielleicht hätte ich ihm am Telefon nicht wieder explizit sagen müssen, daß er mich nicht bezahlen braucht. Vielleicht wäre eine Escort-Client-Beziehung in diesem Fall besser und leichter für ihn.
(Ich nutze die angebrochene Nacht für ein paar Fotos für meine "Escort-Sedcard"...)

[03.01.16 / 16:19] Die Woche zwischen Weihnachten und Silvester, schicke ich ihm noch Nachrichten, biete ihm an, mich anzurufen und ich komme zu ihm, wann immer er will. Ich schreibe ihm auch, daß ich gerne für ein paar Tage zu ihm kommen möchte und frage ihn, wie er sich dabei fühlt. Keine Reaktion. Ich kenne das schon, kommt nicht innerhalb von ein paar Stunden eine Antwort von ihm, antwortet er gar nicht und ich warte vergebens. In diesen Momenten überkommen mich meine Hormone und ich muß die ganze Zeit weinen. Einen Versuch starte ich noch, am Tag vor dem Neujahrsabend. Ich biete ihm an, ihn nach Mitternacht von der der Arbeit abzuholen (er arbeitet bei einer Silvestergala in einem Hotel in der Leipziger Innenstadt). Jetzt kommt der Moment, bei dem ich meine Tränen nicht mehr zurückhalten kann - er antwortet! Ich kann ihn Silvester abholen und darf solange in der Bar neben dem Hotel auf ihn warten. Ich kann mein Glück kaum fassen. Wenn das wahr ist, wenn das an dem letzten Abend in diesem Jahr wirklich passiert, bricht er einen 12 Jahre alten Fluch. Mehr als zehn Jahre lang habe ich mich zu Silvester immer eingeschlossen, habe alle Fenster verdunkelt, um ja nichts von draußen mitzubekommen. Ich habe mir geschworen, ich werde erst wieder Silvester feiern und Feuerwerk sehen, wenn ich eine neue Liebe gefunden habe. 12 Jahre später und er ist es ... ich verlasse für ihn wieder das Haus und wage mich am Neujahrsabend auf die Straße. 12 grausame und einsame Jahre mußte ich überstehen bis zu diesem Moment. Ich fahre am Silvesterabend nach Leipzig und warte auf ihn in der Bar neben dem Hotel, gleich neben dem Marktplatz in der Innenstadt von Leipzig.

Ich muß nicht lange warten und es ist Mitternacht. Mein erstes Feuerwerk zu Neujahr nach über einem Jahrzehnt. Ich war vorher in der Hotellobby und habe dort gefragt, wie lange denn die Silvesterfeier noch gehen wird und wann die Angestellten Feierabend haben. Antwort: Wenn die letzten Gäste gehen (wahrscheinlich so gegen 5 Uhr morgens). Zum Feuerwerk sind aber alle Gäste draußen und die Angestellten auch, da kann ich ihn treffen. Ich schaue mir noch weiter das Feuerwerk an, bestaune die Raketen, die ich noch nie zuvor gesehen habe und laufe danach noch etwas zwischen dem Hotel und dem Marktplatz umher. Ich entdecke ihn. Er läuft auch etwas umher und scheint mich zu suchen. Leise schleiche ich mich von hinten an ihn ran. Unsere Umarmung ist so voller Gefühle! Ich liebe ihn, er hat mich aus meiner jahrzehntelangen Isolation befreit. Das Treffen währt nur so kurz wie seine Pause, aber fünf Stunden bis zu seinem Arbeitsende halte ich in der Bar noch aus.
Gegen 5 Uhr bin ich der letzte Gast in der Bar und werde von dem Personal freundlich gebeten zu gehen. Ich wechsele ein paar Schritte rüber zur Hotellobby und frage dort nochmals, ob die Angestellten jetzt Feierabend haben und ich ihn abholen kann. Ich soll am Personaleingang auf ihn warten, er kommt gleich. Ich laufe etwas um das Hotelgebäude herum und wieder zum Haupteingang zurück, als ich meinen Freund aus der Lobby kommen sehe. Wir setzen unsere Umarmung von Mitternacht weiter fort und gehen dann in eine Cocktailbar ein paar Straßen weiter. Ein paar Angestellte des Hotels feiern dort noch das neue Jahr. Ich trinke auch ein paar alkoholfreie Cocktails und lerne ein paar nette Menschen kennen. Dabei lasse ich meinen Freund keinen Moment aus dem Blick. Er betrinkt sich sehr schnell und flirtet wieder mit ein paar anderen Blondinen. Ich gehe kurz auf die Damentoilette und komme mit weit geöffneten Dekolleté zurück. Es ist die Nacht (bzw. der Morgen) zu Neujahr und da lasse ich alles durchgehen.

Ich bin für ihn da, kümmere mich um ihn, organisiere ein Taxi, als er droht, gegen 9 Uhr morgens betrunken aus der Bar zu fliegen. Ich finde das auch etwas überzogen aber bevor etwas ernstes passiert, können ein Arbeitskollege und ich ihn dazu bewegen, die Bar zu verlassen. Mit einem Taxi fahre ich mit ihm zu seiner Wohnung, bei der ich auch mein Auto geparkt habe (meine Leopardendecke liegt noch im Kofferraum). Er ist immer noch betrunken, als wir in seinem Bett über uns herfallen. Er ist wieder sehr grob und tut mir weh - aber ich genieße ja auch irgendwie den Schmerz, ich brauche das. Erst als er kopfüber das Gleichgewicht verliert, über mich stürzt und dabei sein Knie oder sein Ellenbogen mein Auge trifft, muß ich den Sex abbrechen. Zum Glück ist es kein blaues Auge geworden, welches zwei Wochen lang alle Farben des Regenbogens wechselt.
Der erste Tag im neuen Jahr besteht hauptsächlich aus Schlafen, kurz Aufwachen, Sex haben und wieder zusammen im Bett Einschlafen. Am Abend ziehe ich mich kurz an und verlasse seine Wohnung, um etwas zum Essen zu organisieren. Er kommt nicht mit, er muß noch seinen Kater ausschlafen. Eine asiatische Schnellküche hat als einziges noch geöffnet. Wieder zurück, schlafen wir weiter. Ich weiß, ich bin nur sein Betthäschen - aber ich will das beste Betthäschen sein, das er gehabt hat!
Der zweite Tag nach Neujahr und er muß plötzlich wieder gehen, ein Notfall in der Familie. Er läßt mich am Nachmittag alleine auf der Schlafcouch in seiner Wohnung zurück. Ich fühle mich nicht gut, wahrscheinlich habe ich mir an Silvester eine Erkältung zugezogen, und fahre in die Innenstadt, eine Apotheke suchen (und noch etwas essen). Ein paar Ibu's einwerfen und Salbeitee - das wird helfen! Eine weitere Nacht schlafe ich noch alleine in seinem Bett. Wenn er die Nacht nicht zurückkommt, bleibt er ein paar Nächte weg und ich kann wieder nach Hause fahren. Den Salbeitee lasse ich ihm am Morgen danach noch zurück ... wahrscheinlich habe ich ihn auch angesteckt.

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Kommentar:

[05.12.22 / 17:34] Daniele1992: Hallo Morgana

Mail ist heute rausgegangen

LG Daniele

[13.11.22 / 09:33] Daniele1992: Hallo Morgana

aktuell keine schöne Situation. Ich schreibe Dir noch eine Mail dazu.

LG Daniele

Morgana LaGoth: Einige Kommentare müssen auch nicht allzu öffentlich sein …

[13.05.22 / 09:15] Daniele1992: Hallo Morgana,

Tolle Reisebericht von Deiner neusten Reise nach Paris. Macht grosse Lust auch wieder dort hinzufahren um sich von der Stadt inspirieren zu lassen.

Tolle Neuigkeiten.NeuerJob. Klasse! Freue mich für Dich.

Liebe Grüße
Daniele

Morgana LaGoth: Danke. Endlich wieder verreisen … lange darauf gewartet. Lebendig bleiben, solange es noch geht.

[24.12.21 / 20:55] Daniele1992: Hallo Morgana,

Ich denke an Dich und wünsche Dir frohe Weihnachten und ein schönes neues Jahr 2022.

Liebe Grüße
Daniele

Morgana LaGoth: Vielen Dank, ich wünsche dir ebenfalls ein schönes, neues Jahr.

[25.09.21 / 14:59] Daniele1992: Hallo,

eine Chance etwas Neues zu machen. Neue Perspektiven. Urlaubsträume, die bald real werden können. Nicht so schlecht. Freue mich für Dich. LG Daniele.

Morgana LaGoth: Danke dir.

[11.11.20 / 09:12] Daniele1992: Hallo Morgana

Ich habe Dir eine Mail geschickt.

Lg
Daniele

Morgana LaGoth: Hey ... vom Lenkrad aus mit der Hand winken, von einem MX-5 zum anderen. *freu*

[30.07.20 / 22:03] Daniele1992: Guten Abend

das habe ich sehr gerne gemacht. Zum Einen interessiert mich das Thema und zum Anderen hast Du wirklich sehr lebendig und spannend geschrieben. Da wollte ich Alles lesen und wollte Dir schreiben, das mir Dein Blog besonders gut gefallen hat (Die eigentliche Arbeit hattest Du ja mit dem Verfassen des Blogs). Wenn Du magst können wir den Kontakt gerne per Mail halten. Viele Grüße Daniele

Morgana LaGoth: Mail-Adresse steht oben bei "kontakt" - bei weiteren Fragen, gerne.

[30.07.20 / 12:44] Daniele1992: Guten Morgen,
vielen Dank für Deinen tollen Blog. Ich habe ihn in den letzten Wochen komplett gelesen. Meistens konnte ich gar nicht aufhören zu lesen. Fast wie bei einem sehr spannenden Roman. Ich habe dabei Deine genauen Beobachtungen und Beschreibungen sehr genossen. Deine vielen Ausflüge in die Clubs und zu den Festivals oder Deine Streifzüge d durch die Geschäfte beschreibst Du immer aus Deiner Sicht sehr anschaulich und spannend. Ich kann das sehr gut nachvollziehen, das alleine zu erleben, häufig auch mit einer gewissen Distanz. Ich kenne ich von mir sehr gut. Highlights sind Deine Reiseberichte. Deine Erlebnisse an den unterschiedlichsten Orten auf der Welt. Vielen Dank dafür. Vielen Dank auch das Du Deinen Weg zu Deinem waren Geschlecht mit uns Lesern teilst. Deinen Weg Deine Gefühle Deine zeitweisen Zweifel. Das ist sehr wertvoll auch für uns Andere, denn es ist authentisch und sehr selten. Du bist einem dadurch sehr vertraut geworden. Für mich ist eine gefühlte grosse Nähe dadurch entstanden. Umso mehr schmerzt es mich von Deinen Rückschlägen zu lesen. Von Deinem Kampf zu Deinem wahren Ich. Von Deinem Kampf umd Liebe, Zährlichkeit und Akzepzanz und Anerkenung. Von Deiem mitunter verzweifeltem Kampf nach Liebe und Anerkennung durch Deinen Exfreund. Leider vergeblich. Dein Kampf um wirtschaftliche Unabhängigkeit und Deine aktuell missliche Lage. Ich glaube dass Du nicht gescheitert bist. Du hast viel Mumm und Hardnäckigkeit bewiesen Deinen Gang zu Dir selbst zu gehen. Du hast auch einen guten Beruf der immer noch sehr gefragt ist. Vielleicht kann ja nach dieser Auszeit und etwas Abstand ein Neuanfang in einer anderen Firma, wo Du keine Vergangenheit als Mann hattest gelingen. Ich wünsche das Dir ein Neuanfang gelingt und drücke Dir ganz fest die Daumen. Daniele

Morgana LaGoth: Da liest sich tatsächlich jemand alles durch? Das ist mittlerweile schon ein kompletter Roman mit mehreren hundert Seiten! Danke dir, für deinen Kommentar (und die aufgebrachte Zeit).

[05.10.19 / 17:11] Drea Doria: Meine liebe Morgana,
bin 5 T post all-in-one-FzF-OP. Deine guten Wünsche haben geholfen. Der Koch ist immernoch noch super. Alle hier sind herzlich und nehmen sich Zeit.
Herzlich
Drea

Morgana LaGoth: Dann wünsch ich dir jetzt noch viel mehr Glück bei deiner Genesung!

[14.06.19 / 12:57] Drea Doria: Meine liebe Morgana,

vielen Dank für Deine offenen und kritischen Erlebnisberichte. Ich bin in 3 Monaten in Sanssouci zur FzF-OP. Ich denke auch, was kann schon schief gehen, status quo geht nicht und irgendwas besseres wird wohl resultieren. Wenn es Dich interessiert, halte ich Dich informiert. Drücke mir die Daumen.
Herzlich
Drea

Morgana LaGoth: Ich wünsche dir für deine Operation viel Glück. (Sollte der Koch nicht gewechselt haben, das Essen da in der Klinik ist richtig gut!)

[14.11.17 / 20:13] Morgana LaGoth: Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion: Die Seitenbetreiberin behält sich das Recht vor, jeden Kommentar, dessen Inhalt rassistisch, sexistisch, homophob, transphob, ausländerfeindlich oder sonstwie gegen eine Minderheit beleidigend und diskriminierend ist, zu zensieren, zu kürzen, zu löschen oder gar nicht erst freizuschalten. Werbung und Spam (sofern die Seitenbetreiberin dafür nicht empfänglich ist) wird nicht toleriert. Personenbezogene Daten (Anschrift, Telefonnummer) werden vor der Veröffentlichung unkenntlich gemacht.

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