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Sternzeit irgendwas, Logbucheintragung des Captains:

[01.01.70 / 00:00] Sternzeit irgendwas, Logbucheintragung des Captains:

[24.04.22 / 23:15] Ein Tag mit Auf und Abs. Es fängt noch ganz entspannt an, Frühstück im Hotel, Kaffee, Baguette und Croissants – die ich wieder chirurgisch präzise mit dem Skalpell / Messer auf der Seite öffne und mit Nuss-Nougat-Creme fülle. Nach dem Frühstück zum Gare du Nord und in Richtung historisches Zentrum fahren. Ich trage diesen Tag mein schwarzes Kleid, das ich auch schon in Wien und in Hamburg anhatte, mit Silberkette, den halbhohen Stiefeln mit Absatz und meiner Lederjacke – und dezentes Chanel-Parfüm.

Notre-Dame de Paris, 2022 vs 2011
Den Einstieg zu der passenden Metrolinie finde ich nicht, ich plane den Umstieg über eine zweite Linie. Ratloses Stehen vor den Netzplänen mit den U-Bahnlinien. Viele Momente später, der Ausstieg irgendwo in der Nähe der Seine und der Kathedrale Notre-Dame. Ein Foto machen, Vorher-Nachher, mit abgebrannten Dach und ohne (ich habe meine Fotos von vor 10 Jahren wieder hervorgesucht). Zu viele Touristen.
Etwas abseits südlich des Notre-Dame und der Insel in der Seine findet sich ein kleiner Park neben einer alten griechisch-orthodoxen (oder römisch-katholischen?) Kirche. Chorgesänge aus den alten Mauern intensivieren das kurze Gefühl, einen grünen Ruhepol unweit der Touristenströme gefunden zu haben. Reiner Glücksfall, aber das, was ich in Paris wollte: nicht das große „Sight-Seeing“. Lass uns in einem Café die Wartezeit überbrücken, bis unten die Treppe runter zum Seine-Ufer der nächste „Hop-on-Hop-off“ Schiffsbus abfährt. Gemütlich die Seine entlangschippern und mit der Kamera jede einzelne Brücke stylish in Szene setzen.
Zwischenausstieg am frühen Nachmittag am Eiffelturm – wollte ich hier sein? Ich will nur ganz schnell wieder weg. Ein reizvolles Foto des Turmes mit den blühenden Bäumen an der Uferstraße – mehr nicht. Hier will ich nie wieder hin. Massen an Touristen, das Gelände weiträumig abgesperrt mit hohen Zäunen und großen Eintrittsschleusen – so schön und frei, wie vor über 10 Jahren 2011, ist das hier nicht mehr. Dieser Ort hat durch den Massentourismus viel vom Flair verloren. Mit dem Schiffsbus die Tour zurück zum Ausgangspunkt von vor ein paar Stunden den späten Vormittag.
Ein dritter Kaffee in einem Bistro in einer Nebenstraße zum Notre-Dame. Den historischen, alten Stadtkern finde ich nicht mehr. Er muss auf der kleinen Nachbarinsel liegen. Zu Fuß über die Brücke nördlich der Seine.
Pont Saint-Michel, 2011
Hier war ich doch schon mal? Ich erkenne sofort die Ecke mit dem markanten, roten Bistro oder Café, hier bin ich zum ersten Mal von der unterirdischen Metro an die Oberfläche gestoßen und habe das erste Mal das Lebensgefühl von Paris eingeatmet. Ein kurzer Glücksrausch, gefolgt von der Entscheidung: Zurück zum Hotel oder da die Einkaufsstraße entlang? Ein böser Fehler mit meinen hochhackigen Schuhen.
Es sind nur ein paar hundert Meter zu den Vintage-Klamottenläden, aber das gefühlt kilometerlange Abgrasen der Kleiderstangen auf der Suche nach einem schwarzen Glitzerdress für die Disco, strapaziert meine Füße enorm. Ein bodenlanges (an sich hübsches) One-Shoulder-Pailettenkleid probiere ich an, aber ich weiß, wann ich die Grenze ziehe und meine Kreditkarte in der Handtasche behalte – wenn ich das enge Kleid und den Reißverschluss nur noch mit Hilfe der Verkäuferin anziehen kann. Wenn ich das später nicht alleine schaffe, kaufe ich es erst gar nicht. Ich muss mich nicht in jede Größe „S“ zwängen (auch wenn die Verkäuferin sagt, es „wäre“ meine Größe). Zurück den frühen Abend mit der U-Bahn zum Hotel.
Eine etwas bedrückende Stimmung, jeder der Fahrgäste schaut auf sein Smartphone – diesen Sonntag ist in Frankreich die Präsidentschaftsstichwahl, europafreundlich gegen ultrarechts, mit unklaren Ausgang.
Zurück im Hotel, eine kurze Pause, Umstieg auf die flacheren Schuhe und wieder als Abendessen, eine Pizzeria in der Nähe.

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Kommentar:

[05.12.22 / 17:34] Daniele1992: Hallo Morgana

Mail ist heute rausgegangen

LG Daniele

[13.11.22 / 09:33] Daniele1992: Hallo Morgana

aktuell keine schöne Situation. Ich schreibe Dir noch eine Mail dazu.

LG Daniele

Morgana LaGoth: Einige Kommentare müssen auch nicht allzu öffentlich sein …

[13.05.22 / 09:15] Daniele1992: Hallo Morgana,

Tolle Reisebericht von Deiner neusten Reise nach Paris. Macht grosse Lust auch wieder dort hinzufahren um sich von der Stadt inspirieren zu lassen.

Tolle Neuigkeiten.NeuerJob. Klasse! Freue mich für Dich.

Liebe Grüße
Daniele

Morgana LaGoth: Danke. Endlich wieder verreisen … lange darauf gewartet. Lebendig bleiben, solange es noch geht.

[24.12.21 / 20:55] Daniele1992: Hallo Morgana,

Ich denke an Dich und wünsche Dir frohe Weihnachten und ein schönes neues Jahr 2022.

Liebe Grüße
Daniele

Morgana LaGoth: Vielen Dank, ich wünsche dir ebenfalls ein schönes, neues Jahr.

[25.09.21 / 14:59] Daniele1992: Hallo,

eine Chance etwas Neues zu machen. Neue Perspektiven. Urlaubsträume, die bald real werden können. Nicht so schlecht. Freue mich für Dich. LG Daniele.

Morgana LaGoth: Danke dir.

[11.11.20 / 09:12] Daniele1992: Hallo Morgana

Ich habe Dir eine Mail geschickt.

Lg
Daniele

Morgana LaGoth: Hey ... vom Lenkrad aus mit der Hand winken, von einem MX-5 zum anderen. *freu*

[30.07.20 / 22:03] Daniele1992: Guten Abend

das habe ich sehr gerne gemacht. Zum Einen interessiert mich das Thema und zum Anderen hast Du wirklich sehr lebendig und spannend geschrieben. Da wollte ich Alles lesen und wollte Dir schreiben, das mir Dein Blog besonders gut gefallen hat (Die eigentliche Arbeit hattest Du ja mit dem Verfassen des Blogs). Wenn Du magst können wir den Kontakt gerne per Mail halten. Viele Grüße Daniele

Morgana LaGoth: Mail-Adresse steht oben bei "kontakt" - bei weiteren Fragen, gerne.

[30.07.20 / 12:44] Daniele1992: Guten Morgen,
vielen Dank für Deinen tollen Blog. Ich habe ihn in den letzten Wochen komplett gelesen. Meistens konnte ich gar nicht aufhören zu lesen. Fast wie bei einem sehr spannenden Roman. Ich habe dabei Deine genauen Beobachtungen und Beschreibungen sehr genossen. Deine vielen Ausflüge in die Clubs und zu den Festivals oder Deine Streifzüge d durch die Geschäfte beschreibst Du immer aus Deiner Sicht sehr anschaulich und spannend. Ich kann das sehr gut nachvollziehen, das alleine zu erleben, häufig auch mit einer gewissen Distanz. Ich kenne ich von mir sehr gut. Highlights sind Deine Reiseberichte. Deine Erlebnisse an den unterschiedlichsten Orten auf der Welt. Vielen Dank dafür. Vielen Dank auch das Du Deinen Weg zu Deinem waren Geschlecht mit uns Lesern teilst. Deinen Weg Deine Gefühle Deine zeitweisen Zweifel. Das ist sehr wertvoll auch für uns Andere, denn es ist authentisch und sehr selten. Du bist einem dadurch sehr vertraut geworden. Für mich ist eine gefühlte grosse Nähe dadurch entstanden. Umso mehr schmerzt es mich von Deinen Rückschlägen zu lesen. Von Deinem Kampf zu Deinem wahren Ich. Von Deinem Kampf umd Liebe, Zährlichkeit und Akzepzanz und Anerkenung. Von Deiem mitunter verzweifeltem Kampf nach Liebe und Anerkennung durch Deinen Exfreund. Leider vergeblich. Dein Kampf um wirtschaftliche Unabhängigkeit und Deine aktuell missliche Lage. Ich glaube dass Du nicht gescheitert bist. Du hast viel Mumm und Hardnäckigkeit bewiesen Deinen Gang zu Dir selbst zu gehen. Du hast auch einen guten Beruf der immer noch sehr gefragt ist. Vielleicht kann ja nach dieser Auszeit und etwas Abstand ein Neuanfang in einer anderen Firma, wo Du keine Vergangenheit als Mann hattest gelingen. Ich wünsche das Dir ein Neuanfang gelingt und drücke Dir ganz fest die Daumen. Daniele

Morgana LaGoth: Da liest sich tatsächlich jemand alles durch? Das ist mittlerweile schon ein kompletter Roman mit mehreren hundert Seiten! Danke dir, für deinen Kommentar (und die aufgebrachte Zeit).

[05.10.19 / 17:11] Drea Doria: Meine liebe Morgana,
bin 5 T post all-in-one-FzF-OP. Deine guten Wünsche haben geholfen. Der Koch ist immernoch noch super. Alle hier sind herzlich und nehmen sich Zeit.
Herzlich
Drea

Morgana LaGoth: Dann wünsch ich dir jetzt noch viel mehr Glück bei deiner Genesung!

[14.06.19 / 12:57] Drea Doria: Meine liebe Morgana,

vielen Dank für Deine offenen und kritischen Erlebnisberichte. Ich bin in 3 Monaten in Sanssouci zur FzF-OP. Ich denke auch, was kann schon schief gehen, status quo geht nicht und irgendwas besseres wird wohl resultieren. Wenn es Dich interessiert, halte ich Dich informiert. Drücke mir die Daumen.
Herzlich
Drea

Morgana LaGoth: Ich wünsche dir für deine Operation viel Glück. (Sollte der Koch nicht gewechselt haben, das Essen da in der Klinik ist richtig gut!)

[14.11.17 / 20:13] Morgana LaGoth: Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion: Die Seitenbetreiberin behält sich das Recht vor, jeden Kommentar, dessen Inhalt rassistisch, sexistisch, homophob, transphob, ausländerfeindlich oder sonstwie gegen eine Minderheit beleidigend und diskriminierend ist, zu zensieren, zu kürzen, zu löschen oder gar nicht erst freizuschalten. Werbung und Spam (sofern die Seitenbetreiberin dafür nicht empfänglich ist) wird nicht toleriert. Personenbezogene Daten (Anschrift, Telefonnummer) werden vor der Veröffentlichung unkenntlich gemacht.

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