morgana81 - gothic transgender AWAY WITH YOU - Covid‑19 pandemic 2020‑2023 🎈

Sternzeit irgendwas, Logbucheintragung des Captains:

[01.01.70 / 00:00] Sternzeit irgendwas, Logbucheintragung des Captains:

[29.07.19 / 17:09] "Warum machst du denn so einen Scheiß?" Hätte ich ihn einfach machen lassen? Ich liebe ihn? Sonntag kurz vor 12:30 Uhr Mittag, nach nur drei oder vier Stunden Schlaf bin ich wach, die letzte Nacht noch frisch in der Erinnerung. Ich schalte das Telefon online ... mein Ex-Freund hat mir ein paar Nachrichten geschickt und mich versucht, ein paar Minuten zuvor, anzurufen. Seinen Nachrichten nach scheint er gut gelaunt - er will mich sehen, mich in meiner Wohnung treffen, eine richtig gute Zeit mit mir verbringen ... ich soll mich sexy anziehen. Ich antworte ihm, daß ich bei den heißen Temperaturen es lieber vorziehe, nackt in meiner Wohnung zu sein - und er soll bedenken, das ist der Morgen danach, und ich brauche erst mal einen Kaffee.
Eine Dusche, die letzten Spuren der letzten Nacht wegwischen, mein Bialetti-Kocher auf die Herdplatte stellen, ein Bananen-Frühstück ... die zweite Tasse Koffein-Extrakt ist nicht für ihn, ich brauche einen Doppelten, um langsam in die Gänge zu kommen. Vor dem Spiegel in meinem Bad sehe ich die tiefen Augenringe - aber ich bin gut gelaunt ... noch.
Weitere Nachrichten von ihm die nächste Stunde, er ist auf dem Weg, meine nassen Haare trocknen sehr schnell bei den Sommertemperaturen in meiner Dachgeschoßwohnung, ich habe genug Zeit für alles andere (Hormongel auftragen, Gesichtscreme usw.). Ein Anruf von ihm, er weiß nicht wo er ist? Und findet meinen Hauseingang nicht? Er fragt einen Passanten nach dem Weg ... "But you know the way?" Ich werde leicht mißtrauisch am Telefon.
Er klingelt unten an der Tür, ich lasse ihn über den Türknopf herein und sehe ihn durch den geöffneten Türspalt die Treppen hochkommen. Etwas stimmt nicht mit ihm! Total schwankend fällt er durch meine Wohnungstür.
"Take a seat! Lay down!"
Ich lasse ihn in mein Bett fallen.
"You are not OK! Are you drunken?"
"No."
Ich kenne ihn, wenn er betrunken ist.
"Drugs? Has anyone put you something into your drink last night?"
Ich als Frau, paß da immer auf.
Er verneint alles, versucht sich total betrunken zu entkleiden, zieht mich auf mein Bett. Ich bin schon nackt, bis auf die Unterhose. Er will Sex mit mir. "Not in this condition! No means no!" Ich versuche standhaft zu bleiben. Die Situation verändert sich von Sekunde auf Sekunde. Wenn du dich übergeben willst, die Toilette ist da hinten. Zuerst liegen wir einfach nur so auf meinem Bett und ich betrachte ihn und weiß, daß ich eigentlich total auf ihn stehe - aber doch nicht so! Den nächsten Moment wendet er schon etwas mehr Krafteinsatz und Gewicht ein, um das zu bekommen, was er will.
Er hat ein paar Dokumente mitgebracht, Mietverträge, Briefe von und an das Jobcenter, einen Antrag auf Kostenübernahme für Wohnungsbedarf. Die Papiere scheinen ihm besonders wichtig zu sein. Ich wechsele über zu meinem Bambussofa und betrachte die Unterlagen mit meiner Lesebrille. Ich kann da nichts für ihn tun. Er steht von meinem Bett auf, geht die paar Schritte zu meinem Sofa, nimmt mir die Papiere aus den Händen - und fällt schwankend über mich, die Unterhose halb runtergezogen, ständig der Versuch zu masturbieren. "Go to my bed! Lay down!" Ich schicke ihn zurück. Wenig später sitze ich vor ihm in meinem Bett, weiß nicht genau, was ich jetzt machen soll. Werfe ich ihn raus? Ich kann ihn so nicht die Treppe runterstolpern lassen.
Er versucht meine Unterhose wegzuziehen - "No!" Versucht meinen Kopf nach unten zu drücken - "No!" Zieht mich zu sich, es tut weh am Arm, reibt seinen Penis an mir - "No means no!" Irgendwann kommt der Punkt, an dem er es auch geschafft hat, meinen schwarzen Slip zu entfernen. "But you know, that is close to rape?" Er liegt jetzt mit seinem vollen Gewicht auf mir, versucht in meine Neovagina einzudringen - "Au! Das tut weh! Geh weg!" Ich bin da unten knochentrocken, versuche ihn wegzustoßen, seinen Körper anzuheben. Er dreht mich, versucht es anal, hält mich fest. Weine ich, oder sehe ich meinen Körper weinen? Meine Tränen laufen über mein Gesicht. Warum tust du das? Ich wehre mich kaum noch. Er ist zu stark und zu betrunken, es gelingt ihm nicht, komplett in mich einzudringen.
"Go."
Er läßt von mir ab. Ich bedecke meine Brüste mit einem Stück meiner schwarzen Bettdecke.
"Go away. Geh weg!"
Wenn ich in die deutsche Sprache wechsele, ist es mir ernst, ich deute auf meine Wohnungstür.
"That is wrong!"
Wirklich? Mehr fällt dir als Antwort nicht ein? Ich habe den Entschluß gefaßt, ihn aus meiner Wohnung zu werfen. Ihm fällt vielleicht mein durch Tränen zerquollenes Gesicht auf. Ich weiß nicht, ob ich überreagiere und das Drama zu sehr aufspiele ... was ist überhaupt passiert? Hat er wirklich versucht, mich zu vergewaltigen? Ist das so eine Situation? Warum gerade er! Warum nicht irgend so ein Typ in irgendeiner dunklen Seitengasse!
Er steht auf, zieht stark schwankend seine Sachen an. Vergiß deine Papiere nicht, die scheinen dir wichtig zu sein. "Jobcenter pays everything. Anything forgotten?" Ich öffne ihm meine Wohnungstür, schicke ihn, noch immer unter Tränen, nach draußen. Nackt bin ich auch nicht mehr, ich habe meinen Morgenmantel um mich gehüllt, will ihn nicht noch weiter aufheizen. Ich nehme meine Wohnungsschlüssel und beobachte am Treppenhausgeländer, wie er anschließend die vielen Stufen nach unten läuft. Wenig später höre ich unten die Haustür ins Schloß fallen.
Leider habe ich nur für einen kurzen Moment Ruhe, er kommt zurück, klingelt Sturm, ich lasse den Hörer von der Türsprechanlage nach unten baumeln. Irgend jemand muß ihm doch die Tür geöffnet haben, es poltert im Treppenhaus, wummern gegen meine Tür, erneutes Sturmklingeln. Sollte ich die Polizei rufen? "Mein Ex-Freund randaliert im Treppenhaus." Ich versuche das Ganze einfach auszusitzen ... ich habe Angst. Die Tür ist von innen verschlossen. Er belagert mich.
Später den Abend werde ich sehen, er hat mit roher Gewalt unten die Haustür aufgebrochen, Rahmen und Schließblech hängen in Fetzen herunter. "Pray to your gods, that you're not in big trouble now. I won't go to the cops, I'm too much involved in the motorcycle gang scene", meine Nachricht später an ihn. Ich kann seinen Geruch an mir nicht mehr riechen, ich sehne mich nach einer Dusche. Für mich ist er in diesem Augenblick nur noch ein Stück Scheiße. (Ende Teil 1/3)

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Kommentar:

[05.12.22 / 17:34] Daniele1992: Hallo Morgana

Mail ist heute rausgegangen

LG Daniele

[13.11.22 / 09:33] Daniele1992: Hallo Morgana

aktuell keine schöne Situation. Ich schreibe Dir noch eine Mail dazu.

LG Daniele

Morgana LaGoth: Einige Kommentare müssen auch nicht allzu öffentlich sein …

[13.05.22 / 09:15] Daniele1992: Hallo Morgana,

Tolle Reisebericht von Deiner neusten Reise nach Paris. Macht grosse Lust auch wieder dort hinzufahren um sich von der Stadt inspirieren zu lassen.

Tolle Neuigkeiten.NeuerJob. Klasse! Freue mich für Dich.

Liebe Grüße
Daniele

Morgana LaGoth: Danke. Endlich wieder verreisen … lange darauf gewartet. Lebendig bleiben, solange es noch geht.

[24.12.21 / 20:55] Daniele1992: Hallo Morgana,

Ich denke an Dich und wünsche Dir frohe Weihnachten und ein schönes neues Jahr 2022.

Liebe Grüße
Daniele

Morgana LaGoth: Vielen Dank, ich wünsche dir ebenfalls ein schönes, neues Jahr.

[25.09.21 / 14:59] Daniele1992: Hallo,

eine Chance etwas Neues zu machen. Neue Perspektiven. Urlaubsträume, die bald real werden können. Nicht so schlecht. Freue mich für Dich. LG Daniele.

Morgana LaGoth: Danke dir.

[11.11.20 / 09:12] Daniele1992: Hallo Morgana

Ich habe Dir eine Mail geschickt.

Lg
Daniele

Morgana LaGoth: Hey ... vom Lenkrad aus mit der Hand winken, von einem MX-5 zum anderen. *freu*

[30.07.20 / 22:03] Daniele1992: Guten Abend

das habe ich sehr gerne gemacht. Zum Einen interessiert mich das Thema und zum Anderen hast Du wirklich sehr lebendig und spannend geschrieben. Da wollte ich Alles lesen und wollte Dir schreiben, das mir Dein Blog besonders gut gefallen hat (Die eigentliche Arbeit hattest Du ja mit dem Verfassen des Blogs). Wenn Du magst können wir den Kontakt gerne per Mail halten. Viele Grüße Daniele

Morgana LaGoth: Mail-Adresse steht oben bei "kontakt" - bei weiteren Fragen, gerne.

[30.07.20 / 12:44] Daniele1992: Guten Morgen,
vielen Dank für Deinen tollen Blog. Ich habe ihn in den letzten Wochen komplett gelesen. Meistens konnte ich gar nicht aufhören zu lesen. Fast wie bei einem sehr spannenden Roman. Ich habe dabei Deine genauen Beobachtungen und Beschreibungen sehr genossen. Deine vielen Ausflüge in die Clubs und zu den Festivals oder Deine Streifzüge d durch die Geschäfte beschreibst Du immer aus Deiner Sicht sehr anschaulich und spannend. Ich kann das sehr gut nachvollziehen, das alleine zu erleben, häufig auch mit einer gewissen Distanz. Ich kenne ich von mir sehr gut. Highlights sind Deine Reiseberichte. Deine Erlebnisse an den unterschiedlichsten Orten auf der Welt. Vielen Dank dafür. Vielen Dank auch das Du Deinen Weg zu Deinem waren Geschlecht mit uns Lesern teilst. Deinen Weg Deine Gefühle Deine zeitweisen Zweifel. Das ist sehr wertvoll auch für uns Andere, denn es ist authentisch und sehr selten. Du bist einem dadurch sehr vertraut geworden. Für mich ist eine gefühlte grosse Nähe dadurch entstanden. Umso mehr schmerzt es mich von Deinen Rückschlägen zu lesen. Von Deinem Kampf zu Deinem wahren Ich. Von Deinem Kampf umd Liebe, Zährlichkeit und Akzepzanz und Anerkenung. Von Deiem mitunter verzweifeltem Kampf nach Liebe und Anerkennung durch Deinen Exfreund. Leider vergeblich. Dein Kampf um wirtschaftliche Unabhängigkeit und Deine aktuell missliche Lage. Ich glaube dass Du nicht gescheitert bist. Du hast viel Mumm und Hardnäckigkeit bewiesen Deinen Gang zu Dir selbst zu gehen. Du hast auch einen guten Beruf der immer noch sehr gefragt ist. Vielleicht kann ja nach dieser Auszeit und etwas Abstand ein Neuanfang in einer anderen Firma, wo Du keine Vergangenheit als Mann hattest gelingen. Ich wünsche das Dir ein Neuanfang gelingt und drücke Dir ganz fest die Daumen. Daniele

Morgana LaGoth: Da liest sich tatsächlich jemand alles durch? Das ist mittlerweile schon ein kompletter Roman mit mehreren hundert Seiten! Danke dir, für deinen Kommentar (und die aufgebrachte Zeit).

[05.10.19 / 17:11] Drea Doria: Meine liebe Morgana,
bin 5 T post all-in-one-FzF-OP. Deine guten Wünsche haben geholfen. Der Koch ist immernoch noch super. Alle hier sind herzlich und nehmen sich Zeit.
Herzlich
Drea

Morgana LaGoth: Dann wünsch ich dir jetzt noch viel mehr Glück bei deiner Genesung!

[14.06.19 / 12:57] Drea Doria: Meine liebe Morgana,

vielen Dank für Deine offenen und kritischen Erlebnisberichte. Ich bin in 3 Monaten in Sanssouci zur FzF-OP. Ich denke auch, was kann schon schief gehen, status quo geht nicht und irgendwas besseres wird wohl resultieren. Wenn es Dich interessiert, halte ich Dich informiert. Drücke mir die Daumen.
Herzlich
Drea

Morgana LaGoth: Ich wünsche dir für deine Operation viel Glück. (Sollte der Koch nicht gewechselt haben, das Essen da in der Klinik ist richtig gut!)

[14.11.17 / 20:13] Morgana LaGoth: Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion: Die Seitenbetreiberin behält sich das Recht vor, jeden Kommentar, dessen Inhalt rassistisch, sexistisch, homophob, transphob, ausländerfeindlich oder sonstwie gegen eine Minderheit beleidigend und diskriminierend ist, zu zensieren, zu kürzen, zu löschen oder gar nicht erst freizuschalten. Werbung und Spam (sofern die Seitenbetreiberin dafür nicht empfänglich ist) wird nicht toleriert. Personenbezogene Daten (Anschrift, Telefonnummer) werden vor der Veröffentlichung unkenntlich gemacht.

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