morgana81 - gothic transgender AWAY WITH YOU - Covid‑19 pandemic 2020‑2022 🎈

Sternzeit irgendwas, Logbucheintragung des Captains:

[01.01.70 / 00:00] Sternzeit irgendwas, Logbucheintragung des Captains:

[08.10.18 / 00:09] Ausbeute meines Sonnabend-Nachmittag-Shopping-Trips durch die Leipziger Innenstadt: auf der Einkaufsliste stand eine Leggings oder einen langen Rock mit bunten, hippiemäßigen Farben (für die nächste Reise) - gekauft habe ich einen Thermokaffeebecher in Edelstahl, einen Pullover schwarz-grün gestreift (Nirvana), eine schwarze Strumpfhose in Netzoptik und floralem Muster und eine Kaufoption für neue schwarze, absatzlose Wildlederschuhe / Stiefeletten für den kommenden Herbst oder Winter (meine spezielle Schuhgröße - 40 extra breit - muß in dem Geschäft erst noch bestellt werden*). Alles in allem nichts, was ich die nächste Reise gebrauchen könnte ... außer vielleicht den Thermobecher für "Masala Chai" jeden Morgen. (* 5 Tage später wird es doch die 41 - mit Lammfelleinlagen ... für den Winter.)
Auf dem Rückweg von der Fußgängerzone (ich habe auch nicht mein obligatorisches Stracciatella-Eis vergessen) in Richtung der nächsten Straßenbahnhaltestelle laufe ich wie immer an den drei oder vier indischen Restaurants vorbei. 17 Uhr den späten Sonnabend Nachmittag - irgendwie die Zeit zwischen Kaffee und Kuchen oder schon Abendessen ... ich entscheide mich für letzteres und eine Tasse Tee. Die Wartezeit im Außenbereich des Restaurants und das Essen dauert bestimmt noch eine Stunde bis 18 Uhr - und außerdem muß ich noch einmal die "Amritsar-Tomaten" probieren und mit meinem Einkaufszettel mit allen Zutaten für das Rezept vergleichen. Meine Version für "gefüllte Amritsar-Paprika" wird die nächsten Tage nachgekocht. Im Schaufenster ein paar Meter neben mir im angrenzenden Schuhgeschäft bewundere ich die ganze Wartezeit auf den Kellner ein paar schöne, schwarze, ultrabequeme Wildlederstiefeletten...

Sonnabend Abend, zurück in meine Wohnung - mit einem Einkaufsstop in der Kaufhalle auf dem Weg (Paprika, Tomaten, Auberginen usw.). Der Club für heute Nacht macht erst gegen 23 Uhr auf, Zeit genug, mich ab 21 Uhr ausgehfertig zu machen ... Beine rasieren, eine Dusche nehmen, nackt vor dem Badezimmerspiegel stehen und anfangen, das Make-up im Gesicht aufzutragen - und anschließend meinen Kleiderschrank voll mit schwarzen Sachen zu plündern. Fertig im Ankleidespiegel: "Ich bin die Queen of Trans!" - ein akkurat gezogener, schwarzer Lidstrich, übergroße, silberne Creolen rechts und links, blonde Haare offen bis zur Taille - umhüllt mit einem Duft Chanel - ein schwarzes Netztop mit einem (sichtbaren) Push-up darunter und meine knappe, schwarze Kunstlederleggings, im Schritt hochgezogen bis zum "Camel Toe". Wenn das nicht ein paar Männer anlockt. "Da geht jemand tanzen!" werfe ich noch meinem fröhlichen Spiegelbild entgegen, ziehe meine schwarze Lederjacke an und verlasse meine Wohnung für die Nacht ... die Handtasche über die linke Schulter und das schwarze Paar Pumps mit den Mörder-High-Heel-Stilettos in der rechten Hand (zum Autofahren nehme ich doch lieber die anderen, absatzlosen Schuhe). 23 Uhr, die Glocken der Turmuhr irgendwo in der Nähe verraten es, zurück zu meinem geparkten Auto.

Als ich den Parkplatz vor dem "Titten-Dom" im Süden von Leipzig erreiche, wechsele ich zuerst meine Schuhe und stöckele dann "gekonnt" (mit sarkastischem Beiton ... verdammte Absätze) zum Eingang des Clubs im Kellergewölbe. Es dauert noch mindestens eine Stunde, bis auch der zweite große Dancefloor aufgemacht wird - ich bin definitiv zu früh mit kurz vor Mitternacht.
Etwas später, der erste DJ legt auf der großen Tanzfläche auf, die Halle füllt sich nach und nach. Ich tanze, checke die männlichen Gäste ab ... "Fifty-fifty", vielleicht läuft heute Nacht noch was, oder auch nicht. Die Toilettenkabinen in dem Club sind schon mein zweites Zuhause.
2 Uhr, die DJs wechseln ... sollte ich vielleicht mal die Initiative ergreifen und jemanden ansprechen? Ein Flirtgespräch starten? Nein, das traue ich mich nicht ... weiter tanzen, weiter am Rand stehen, ab und zu mal zur Bar nach oben gehen, mich hinsetzen und die interessante Barszenerie beobachten.
3 Uhr ... "Sei nicht enttäuscht, wenn heute Nacht nichts läuft", ich genieße lieber die Zeit. Auf der Toilette vor den Kabinen bildet sich eine lange Warteschlange ... lustiges Gelächter, als scheinbar eine Kabine frei wird - aber sofort wieder von innen verriegelt wird und erst ein paar Minuten später die zweite oder dritte Person herauskommt. Das Ambiente und die kostenlose Ausgabe von Kondomen an der Bar (oder sie liegen irgendwo aus) spricht sich herum. Auch wenn diese Party-Reihe für Gay, Trans und alles andere auch von vielen Heteros besucht wird ... stört mich nicht.
4 Uhr - neuer DJ-Wechsel, das geht so noch bis 8 Uhr den Sonntag Morgen. Ich hole an der Garderobe meine schwarze Lederjacke ab (länger wollte ich sowieso nicht bleiben) und stöckele wieder zurück zu meinem Auto ... verdammte Absätze. In der Kälte draußen vor dem Club rutsche ich sofort wieder mit den Fersen aus meinen Pumps raus - aber es mußte unbedingt dieses schwarze Schuhpaar mit der stoßdämpfenden Sohle zum Tanzen in der Disko sein.

5 Uhr nochwas ... zurück in meiner Wohnung. Blick in den Spiegel vor dem Abschminken und dem Ausziehen - so übel sah ich gar nicht aus ... vielleicht war ich zu gut gestylt und keiner hat sich an mich herangetraut? Mein Freund hat mir viele Stunden zuvor den Abend eine Nachricht geschrieben, er möchte den frühen Sonntag Morgen wieder bei mir klingeln. Meine Füße sind vom Tanzen kaputt und ich will jetzt nur noch ins Bett fallen und durchschlafen - ich schreibe ihm um 5:30 Uhr eine Absage und falle sofort in den tiefen Schlaf. Erst den Sonntag Mittag, als ich neben der leeren Betthälfte - und seinem Kissen - aufwache, bereue ich meine Tat.
Sonntag, 12 Uhr nochwas, ich werfe meinen schwarzen Morgenmantel um, binde den Gürtel mit einer Schleife eng um die Taille und schlurfe in meinen Hausballerinas in Richtung Küchenecke. Vier Butter-Croissants frisch aufgeheizt aus dem Minibackofen und zwei Tassen Espresso Doppio aus meinem Bialetti-Kocher auf der Herdplatte. Die Croissants bestreiche ich mit arabischen Halawa ... wird sich mein Freund noch bei mir melden? Ich hätte noch die ganze, nächste Woche Zeit ... Arbeiten gehen tue ich nicht mehr. Ich bin raus. Zeit für Plan B - das Rotlicht der LED-Beleuchtung über der Spüle habe ich den letzten Abend schon getestet, der leichte Morgenmantel paßt, jetzt noch so ein nettes, kleines Schild mit der Aufschrift "Kondompflicht" und ich könnte meine Wohnung für dieses spezielle Gewerbe nutzen ... aber das sind nur Phantastereien.

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Kommentar:

[13.11.22 / 09:33] Daniele1992: Hallo Morgana

aktuell keine schöne Situation. Ich schreibe Dir noch eine Mail dazu.

LG Daniele

Morgana LaGoth: Einige Kommentare müssen auch nicht allzu öffentlich sein …

[13.05.22 / 09:15] Daniele1992: Hallo Morgana,

Tolle Reisebericht von Deiner neusten Reise nach Paris. Macht grosse Lust auch wieder dort hinzufahren um sich von der Stadt inspirieren zu lassen.

Tolle Neuigkeiten.NeuerJob. Klasse! Freue mich für Dich.

Liebe Grüße
Daniele

Morgana LaGoth: Danke. Endlich wieder verreisen … lange darauf gewartet. Lebendig bleiben, solange es noch geht.

[24.12.21 / 20:55] Daniele1992: Hallo Morgana,

Ich denke an Dich und wünsche Dir frohe Weihnachten und ein schönes neues Jahr 2022.

Liebe Grüße
Daniele

Morgana LaGoth: Vielen Dank, ich wünsche dir ebenfalls ein schönes, neues Jahr.

[25.09.21 / 14:59] Daniele1992: Hallo,

eine Chance etwas Neues zu machen. Neue Perspektiven. Urlaubsträume, die bald real werden können. Nicht so schlecht. Freue mich für Dich. LG Daniele.

Morgana LaGoth: Danke dir.

[11.11.20 / 09:12] Daniele1992: Hallo Morgana

Ich habe Dir eine Mail geschickt.

Lg
Daniele

Morgana LaGoth: Hey ... vom Lenkrad aus mit der Hand winken, von einem MX-5 zum anderen. *freu*

[30.07.20 / 22:03] Daniele1992: Guten Abend

das habe ich sehr gerne gemacht. Zum Einen interessiert mich das Thema und zum Anderen hast Du wirklich sehr lebendig und spannend geschrieben. Da wollte ich Alles lesen und wollte Dir schreiben, das mir Dein Blog besonders gut gefallen hat (Die eigentliche Arbeit hattest Du ja mit dem Verfassen des Blogs). Wenn Du magst können wir den Kontakt gerne per Mail halten. Viele Grüße Daniele

Morgana LaGoth: Mail-Adresse steht oben bei "kontakt" - bei weiteren Fragen, gerne.

[30.07.20 / 12:44] Daniele1992: Guten Morgen,
vielen Dank für Deinen tollen Blog. Ich habe ihn in den letzten Wochen komplett gelesen. Meistens konnte ich gar nicht aufhören zu lesen. Fast wie bei einem sehr spannenden Roman. Ich habe dabei Deine genauen Beobachtungen und Beschreibungen sehr genossen. Deine vielen Ausflüge in die Clubs und zu den Festivals oder Deine Streifzüge d durch die Geschäfte beschreibst Du immer aus Deiner Sicht sehr anschaulich und spannend. Ich kann das sehr gut nachvollziehen, das alleine zu erleben, häufig auch mit einer gewissen Distanz. Ich kenne ich von mir sehr gut. Highlights sind Deine Reiseberichte. Deine Erlebnisse an den unterschiedlichsten Orten auf der Welt. Vielen Dank dafür. Vielen Dank auch das Du Deinen Weg zu Deinem waren Geschlecht mit uns Lesern teilst. Deinen Weg Deine Gefühle Deine zeitweisen Zweifel. Das ist sehr wertvoll auch für uns Andere, denn es ist authentisch und sehr selten. Du bist einem dadurch sehr vertraut geworden. Für mich ist eine gefühlte grosse Nähe dadurch entstanden. Umso mehr schmerzt es mich von Deinen Rückschlägen zu lesen. Von Deinem Kampf zu Deinem wahren Ich. Von Deinem Kampf umd Liebe, Zährlichkeit und Akzepzanz und Anerkenung. Von Deiem mitunter verzweifeltem Kampf nach Liebe und Anerkennung durch Deinen Exfreund. Leider vergeblich. Dein Kampf um wirtschaftliche Unabhängigkeit und Deine aktuell missliche Lage. Ich glaube dass Du nicht gescheitert bist. Du hast viel Mumm und Hardnäckigkeit bewiesen Deinen Gang zu Dir selbst zu gehen. Du hast auch einen guten Beruf der immer noch sehr gefragt ist. Vielleicht kann ja nach dieser Auszeit und etwas Abstand ein Neuanfang in einer anderen Firma, wo Du keine Vergangenheit als Mann hattest gelingen. Ich wünsche das Dir ein Neuanfang gelingt und drücke Dir ganz fest die Daumen. Daniele

Morgana LaGoth: Da liest sich tatsächlich jemand alles durch? Das ist mittlerweile schon ein kompletter Roman mit mehreren hundert Seiten! Danke dir, für deinen Kommentar (und die aufgebrachte Zeit).

[05.10.19 / 17:11] Drea Doria: Meine liebe Morgana,
bin 5 T post all-in-one-FzF-OP. Deine guten Wünsche haben geholfen. Der Koch ist immernoch noch super. Alle hier sind herzlich und nehmen sich Zeit.
Herzlich
Drea

Morgana LaGoth: Dann wünsch ich dir jetzt noch viel mehr Glück bei deiner Genesung!

[14.06.19 / 12:57] Drea Doria: Meine liebe Morgana,

vielen Dank für Deine offenen und kritischen Erlebnisberichte. Ich bin in 3 Monaten in Sanssouci zur FzF-OP. Ich denke auch, was kann schon schief gehen, status quo geht nicht und irgendwas besseres wird wohl resultieren. Wenn es Dich interessiert, halte ich Dich informiert. Drücke mir die Daumen.
Herzlich
Drea

Morgana LaGoth: Ich wünsche dir für deine Operation viel Glück. (Sollte der Koch nicht gewechselt haben, das Essen da in der Klinik ist richtig gut!)

[14.11.17 / 20:13] Morgana LaGoth: Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion: Die Seitenbetreiberin behält sich das Recht vor, jeden Kommentar, dessen Inhalt rassistisch, sexistisch, homophob, transphob, ausländerfeindlich oder sonstwie gegen eine Minderheit beleidigend und diskriminierend ist, zu zensieren, zu kürzen, zu löschen oder gar nicht erst freizuschalten. Werbung und Spam (sofern die Seitenbetreiberin dafür nicht empfänglich ist) wird nicht toleriert. Personenbezogene Daten (Anschrift, Telefonnummer) werden vor der Veröffentlichung unkenntlich gemacht.

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