morgana81 - gothic transgender AWAY WITH YOU - Covid‑19 pandemic 2020‑2022 🎈

Sternzeit irgendwas, Logbucheintragung des Captains:

[01.01.70 / 00:00] Sternzeit irgendwas, Logbucheintragung des Captains:

[27.09.17 / 20:49] Auf der Autobahn unterwegs nach Potsdam, die britisch-englische Stimme meines Navigationssystems lotst mich durch die Innenstadt bis zu der Gegend mit den alten Villen in der Nähe des Schloßparks. Die kleine Privatklinik, die ich mir als Alternative für meine Operation ausgesucht habe, befindet sich in genau so einer alten, etwas größeren Villa. Doch bevor ich das Innere des Gebäudes betrete, muß ich mein Auto in der Straße davor in einem undurchdringlichen Wald aus Halte- und Parkverbotsschildern parken ... zufälligerweise kommt ein netter Mitarbeiter des Ordnungsamtes vorbei (auf der Suche nach Falschparkern) und zeigt mir eine freie Stelle, auf der ich parken kann (natürlich gleich in der Nähe des Parkscheinautomaten).
Ich greife meine schwarze Handtasche vom Beifahrersitz und meine neue schwarze Lederjacke (die aus München) und gehe ein paar Schritte durch den trüben Herbstvormittag zum Eingang mit der Hausnummer der Privatklinik. Am Empfangsschalter werde ich kurz aufgefordert, in der Nähe des Eingangs Platz zu nehmen und etwas zu warten ... es ist irgendwie anders als erwartet. Kein Wartezimmer voller transsexueller Patienten wie in München, ich bin momentan die Einzige, die wartet (und dabei habe ich mich doch extra bewußt zurecht gemacht - kein Make-up, kein BH, keine Absätze ... um mein persönliches Statement zu setzen). Allzu lange muß ich nicht warten (auch anders als in München) bis ich von einer Ärztin abgeholt werde, sie führt mich in ein kleines Behandlungszimmer, nimmt die Anamnese auf (meine kurze Krankengeschichte), eingenommene Medikamente (die Hormone, Testo-Blocker und die Antidepressiva - die ich in der schlaflosen Nacht zuvor wieder eingenommen habe) und erzählt kurz etwas über die Operationsmethode. Es ist nicht mein erstes Gespräch und ich glaube, ich kann dieses Mal alle meine Fragen sammeln und gezielt vortragen. Das Gespräch mit der Ärztin dauert deshalb auch nicht so lange (also viel weniger als eine Stunde und deshalb auch wieder ganz anders als in München) und ich kann kurz darauf wieder die kleine Klinik verlassen und zu meinem geparkten Auto gehen.

Im Auto notiere ich mir mein Gedächtnisprotokoll: Vorläufiger Ablauf, ich muß noch auf das Gutachten / Indikation für die OP von meinem Therapeuten warten. Schickt er mir das endlich zu, kann ich das Gutachten an die Klinik weiterleiten - die prüfen das und senden mir einen Kostenvoranschlag zu. Diesen Kostenvoranschlag und das Gutachten / die Indikation für die OP lege ich dem Antrag zur Kostenübernahme meiner Krankenkasse bei und warte wiederum auf deren Antwort. Wenn ich dann (viele Wochen später) eine Zusage der Kostenübernahme (sehr wahrscheinlich anteilig) der Krankenkasse bekomme, informiere ich kurz die Privatklinik - und die schicken mir dann endlich einen Termin für die geschlechtsangleichende Operation in 6 Monaten zu (6 Monate ab Eingang der Kostenübernahme der Krankenkasse).
Soweit der theoretische Ablauf, ich notiere mir noch ein paar Details über die Operationsmethode: Die Penishaut wird umgestülpt und mit einem Faden eingenäht, während der Selbstheilung (6 Monate) löst sich dieser Faden auf. Die Durchblutung der Haut bleibt bestehen (oder wächst wieder ein), es wird kein Mesh-Gewebe verwendet - dafür die Vollhaut (soweit ausreichend vorhanden, heilt auch besser und schneller ab). Die nötigen Voruntersuchungen (ob ich überhaupt genügend "Material" mitbringe) werden erst kurz vor der OP gemacht (erst hier lerne ich die eigentlichen, ausführenden Ärzte kennen). Es gibt vorerst nur einen Termin (bei dem ich stationär 2 Wochen dabehalten werde) und weitere Korrekturoperationen erfolgen dann auf meinen Wunsch (und Kosten). Die Extra-Operationen mit den Silikonimplantaten und den Brüsten lehne ich zwar ab, doch eine kleine kosmetische Korrektur des Adamsapfels klingt verlockend ... soweit auch dieser theoretische Ablauf. Nachdem ich alles notiert habe, starte ich den Motor und fahre wieder die 150 km Autobahn zurück - zu meinem Arbeitsplatz, noch ein paar Arbeitsstunden absitzen, freie Urlaubstage habe ich für dieses Jahr nicht mehr.

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Kommentar:

[13.11.22 / 09:33] Daniele1992: Hallo Morgana

aktuell keine schöne Situation. Ich schreibe Dir noch eine Mail dazu.

LG Daniele

Morgana LaGoth: Einige Kommentare müssen auch nicht allzu öffentlich sein …

[13.05.22 / 09:15] Daniele1992: Hallo Morgana,

Tolle Reisebericht von Deiner neusten Reise nach Paris. Macht grosse Lust auch wieder dort hinzufahren um sich von der Stadt inspirieren zu lassen.

Tolle Neuigkeiten.NeuerJob. Klasse! Freue mich für Dich.

Liebe Grüße
Daniele

Morgana LaGoth: Danke. Endlich wieder verreisen … lange darauf gewartet. Lebendig bleiben, solange es noch geht.

[24.12.21 / 20:55] Daniele1992: Hallo Morgana,

Ich denke an Dich und wünsche Dir frohe Weihnachten und ein schönes neues Jahr 2022.

Liebe Grüße
Daniele

Morgana LaGoth: Vielen Dank, ich wünsche dir ebenfalls ein schönes, neues Jahr.

[25.09.21 / 14:59] Daniele1992: Hallo,

eine Chance etwas Neues zu machen. Neue Perspektiven. Urlaubsträume, die bald real werden können. Nicht so schlecht. Freue mich für Dich. LG Daniele.

Morgana LaGoth: Danke dir.

[11.11.20 / 09:12] Daniele1992: Hallo Morgana

Ich habe Dir eine Mail geschickt.

Lg
Daniele

Morgana LaGoth: Hey ... vom Lenkrad aus mit der Hand winken, von einem MX-5 zum anderen. *freu*

[30.07.20 / 22:03] Daniele1992: Guten Abend

das habe ich sehr gerne gemacht. Zum Einen interessiert mich das Thema und zum Anderen hast Du wirklich sehr lebendig und spannend geschrieben. Da wollte ich Alles lesen und wollte Dir schreiben, das mir Dein Blog besonders gut gefallen hat (Die eigentliche Arbeit hattest Du ja mit dem Verfassen des Blogs). Wenn Du magst können wir den Kontakt gerne per Mail halten. Viele Grüße Daniele

Morgana LaGoth: Mail-Adresse steht oben bei "kontakt" - bei weiteren Fragen, gerne.

[30.07.20 / 12:44] Daniele1992: Guten Morgen,
vielen Dank für Deinen tollen Blog. Ich habe ihn in den letzten Wochen komplett gelesen. Meistens konnte ich gar nicht aufhören zu lesen. Fast wie bei einem sehr spannenden Roman. Ich habe dabei Deine genauen Beobachtungen und Beschreibungen sehr genossen. Deine vielen Ausflüge in die Clubs und zu den Festivals oder Deine Streifzüge d durch die Geschäfte beschreibst Du immer aus Deiner Sicht sehr anschaulich und spannend. Ich kann das sehr gut nachvollziehen, das alleine zu erleben, häufig auch mit einer gewissen Distanz. Ich kenne ich von mir sehr gut. Highlights sind Deine Reiseberichte. Deine Erlebnisse an den unterschiedlichsten Orten auf der Welt. Vielen Dank dafür. Vielen Dank auch das Du Deinen Weg zu Deinem waren Geschlecht mit uns Lesern teilst. Deinen Weg Deine Gefühle Deine zeitweisen Zweifel. Das ist sehr wertvoll auch für uns Andere, denn es ist authentisch und sehr selten. Du bist einem dadurch sehr vertraut geworden. Für mich ist eine gefühlte grosse Nähe dadurch entstanden. Umso mehr schmerzt es mich von Deinen Rückschlägen zu lesen. Von Deinem Kampf zu Deinem wahren Ich. Von Deinem Kampf umd Liebe, Zährlichkeit und Akzepzanz und Anerkenung. Von Deiem mitunter verzweifeltem Kampf nach Liebe und Anerkennung durch Deinen Exfreund. Leider vergeblich. Dein Kampf um wirtschaftliche Unabhängigkeit und Deine aktuell missliche Lage. Ich glaube dass Du nicht gescheitert bist. Du hast viel Mumm und Hardnäckigkeit bewiesen Deinen Gang zu Dir selbst zu gehen. Du hast auch einen guten Beruf der immer noch sehr gefragt ist. Vielleicht kann ja nach dieser Auszeit und etwas Abstand ein Neuanfang in einer anderen Firma, wo Du keine Vergangenheit als Mann hattest gelingen. Ich wünsche das Dir ein Neuanfang gelingt und drücke Dir ganz fest die Daumen. Daniele

Morgana LaGoth: Da liest sich tatsächlich jemand alles durch? Das ist mittlerweile schon ein kompletter Roman mit mehreren hundert Seiten! Danke dir, für deinen Kommentar (und die aufgebrachte Zeit).

[05.10.19 / 17:11] Drea Doria: Meine liebe Morgana,
bin 5 T post all-in-one-FzF-OP. Deine guten Wünsche haben geholfen. Der Koch ist immernoch noch super. Alle hier sind herzlich und nehmen sich Zeit.
Herzlich
Drea

Morgana LaGoth: Dann wünsch ich dir jetzt noch viel mehr Glück bei deiner Genesung!

[14.06.19 / 12:57] Drea Doria: Meine liebe Morgana,

vielen Dank für Deine offenen und kritischen Erlebnisberichte. Ich bin in 3 Monaten in Sanssouci zur FzF-OP. Ich denke auch, was kann schon schief gehen, status quo geht nicht und irgendwas besseres wird wohl resultieren. Wenn es Dich interessiert, halte ich Dich informiert. Drücke mir die Daumen.
Herzlich
Drea

Morgana LaGoth: Ich wünsche dir für deine Operation viel Glück. (Sollte der Koch nicht gewechselt haben, das Essen da in der Klinik ist richtig gut!)

[14.11.17 / 20:13] Morgana LaGoth: Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion: Die Seitenbetreiberin behält sich das Recht vor, jeden Kommentar, dessen Inhalt rassistisch, sexistisch, homophob, transphob, ausländerfeindlich oder sonstwie gegen eine Minderheit beleidigend und diskriminierend ist, zu zensieren, zu kürzen, zu löschen oder gar nicht erst freizuschalten. Werbung und Spam (sofern die Seitenbetreiberin dafür nicht empfänglich ist) wird nicht toleriert. Personenbezogene Daten (Anschrift, Telefonnummer) werden vor der Veröffentlichung unkenntlich gemacht.

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