morgana81 - gothic transgender
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Fast wäre es passiert … der Wecker klingelt nicht, wenn das Smartphone im Schlafmodus geschaltet ist?

[17.09.26 / 10:20] ✎ Fast wäre es passiert … der Wecker klingelt nicht, wenn das Smartphone im Schlafmodus geschaltet ist? Den Wecker auf 5:30 Uhr gestellt, wenn ich mit dem frühestmöglichen und besten Zug (immer eine Alternative extra) den Mittwochmorgen zum Flughafen Hannover will. Ich musste ja auch die Nacht mein Blog vom letzten Party-Trip nach Berlin zu Ende schreiben. Vier Stunden Schlaf müssen ausreichen. Nach dem Party-Wochenende mit wenig Schlaf, noch ein Party-Urlaub mit wenig Schlaf. Zwanzig Minuten wache ich zu spät auf, das bekomme ich wieder rein. Mit dem Flugzeug nach Maspalomas, Gran Canaria.

„Da ist ein Blitz in den Bahnübergang eingeschlagen, wir können momentan nicht weiterfahren“, die Strecke, wie ich sie kenne, ich stand hier schon mehrere Male, zuletzt 2019 nach Ibiza, mit dem Flug, den ich gerade so noch bekommen habe. Das Gewitter den Morgen, habe ich vom Bahnhof aus schon gesehen.

Mit dabei: der größere Koffer mit dem Strand- und Badetuch, einer „kleinen“ Auswahl an bunten Sachen und meine Sporttasche, mit dem „Techi-Beutel“ (Elektronisches) und dem Flüssigkeiten-Beutel (schon ganz ramponiert). Die Sporttasche passt gerade noch so in die Handgepäckmaße.

Ich werde zum Bahnhof gefahren, der Zug hat nur fünf Minuten Verspätung. Umsteigen in Wolfsburg, ein Kaffee, zehn Minuten planmäßige Verspätung, alles moderat. Ankunft am Hannover Hauptbahnhof mit fünfundzwanzig Minuten Verspätung.

Wie soll ich denn das jetzt noch schaffen? Ich muss in anderthalb Stunden am Flughafen sein, mit „drei Stunden früher?“

Ich habe extrem entspannt geplant.

Die S-Bahn zum Flughafen fährt alle fünfzehn Minuten, der Bahnsteig ist voller, schwerer Koffer und Reisenden. Alle Verbindungen schaffe ich so, wie sie auf meinem Bahnticket stehen.

Den Schalter suchen, es dauert noch, bis ich meinen Koffer aufgeben kann. Dann die Bordkarte, das ist nicht der Sitzplatz, den ich gebucht habe. Warten, quer durch den Flughafen zum anderen Terminal, das andere Gate.

Durch die Sicherheitskontrolle, routiniert meine Beutel in die Box legen, meinen Nietengürtel ausziehen.

Zum Gate, über den Duty-Free-Shop, ich interessiere mich für eine Feuchtigkeitscreme in Reisegröße, die andere ist in dem aufgegebenen Gepäck. Weiter zum Gate … es wird immer klarer, der Abflug verspätet sich um zwei Stunden? Noch etwas essen und noch weiter warten.

Mal sitze ich hier , mal laufe ich herum, mal fülle ich meine Flasche Wasser in den Waschräumen der Damentoilette auf. Irgendwann ist das Flugzeug da, ich beobachte am Fenster, wie alle Koffer aus- und wieder eingeladen werden. Juchhu, mein Koffer ist drinnen!

Jetzt erst erfahre ich, was die Verspätung verursacht hat: ein Ausfall des Buchungssystems, alle Sitzplätze der Passagiere wurden noch einmal neu gewürfelt.

Weiter im Flugzeug nach Gran Canaria, ich sitze jetzt in der Reihe mit dem besonderen Notausgang. Mein altes Küchenfenster in meiner alten Dachbodenwohnung in Leipzig war ganz ähnlich, mit grünem Notausgangssymbol und den starken Druckfedern … von meinem Ex-Freund versehentlich geöffnet, ich konnte das gerade noch so angeln und mit viel Kraft an mich heranziehen. Die Stewardess erwähnt noch einmal, das springt von alleine auf, das tut es.

Die fünf Stunden, mein Sitzplatz in der Dreiergruppe, die Zeit vergeht schnell, mein Smartphone mit all den alten SEGA-Klassikern und meiner Musiksammlung. Landeanflug auf die Insel kurz vor Afrika im Licht der untergehenden Sonne. Der Bustransfer zu den Hotels ist dann bereits schon im Dunkeln.

Playa del Inglés – mehrstöckige Betonburgen, zehn oder mehr Stockwerke, dicht gedrängt, es ist eher eine Großstadt – gibt es überhaupt so viele Touristen? Mein Hotel ist das am Hang, der Naturgrenze zwischen Maspalomas und Playa del Inglés, südlich davon die Dünen und das Meer.

Ich war hier schon einmal, 2004, da hatten wir das einzige Hotel ganz unten mit Strandlage. Bei einer kleinen Exkursion durch die Touristenstadt habe ich den Hang mit dem Blick auf die Grünanlagen und dem Golfplatz gesehen – wenn ich wieder hierher reise, dann buche ich mir auch hier ein Hotel mit dem Blick ins Grüne und die Dünen und das Meer. Das Hotel mit der Junior-Suite war im Last-Minute-Angebot, ein Klick zwei Wochen zuvor.

Meine beiden Gepäckstücke in der Suite abstellen, Auspacken werde ich später, so wie ich bin, Cargo-Leggings und T-Shirt, ich gehe nach dem Check-in erst einmal rüber in das „Yumbo Centrum“, etwas zu essen suchen.

Bin gerade auf den Kanaren, Playa del Inglés

Überall Regenbogenfahnen, Horden an Männern, nicht unattraktiv, aber in die „Men only Bars“ komme ich als (trans) Frau nicht rein. Ich laufe das ganze Karree ab, erst unten, dann oben … wo ich 2004 war, finde ich nicht mehr. Es sind jetzt hauptsächlich nur noch Gay-Bars. Ein Fischrestaurant finde ich, ich frage nach der bunten Karte mit den Fotos, das da will ich, das sieht gut aus, gegrillter Fisch mit etwas Kartoffeln und Salat, für etwa zehn Euro – ich muss auf mein Reisebudget achten.

Wieder zurück, auf dem Weg ein Mini-Supermarkt … du schon wieder?

„Saßt du nicht im Flugzeug neben mir?“, der eine direkt neben der Notausgangstür.

„Alles trifft sich irgendwann in Maspalomas.“

Vielleicht sehe ich ihn wieder?

Zurück mit meinen beiden gekauften Wasserflaschen im Hotel. Endlich ein paar Stunden schlafen bis zum nächsten Frühstück den nächsten Morgen. Meinen Koffer mit dem hakeligen Verschluss habe ich endlich aufbekommen.

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Kommentar:

[05.12.22 / 17:34] Daniele1992: Hallo Morgana

Mail ist heute rausgegangen

LG Daniele

[13.11.22 / 09:33] Daniele1992: Hallo Morgana

aktuell keine schöne Situation. Ich schreibe Dir noch eine Mail dazu.

LG Daniele

Morgana LaGoth: Einige Kommentare müssen auch nicht allzu öffentlich sein …

[13.05.22 / 09:15] Daniele1992: Hallo Morgana,

Tolle Reisebericht von Deiner neusten Reise nach Paris. Macht grosse Lust auch wieder dort hinzufahren um sich von der Stadt inspirieren zu lassen.

Tolle Neuigkeiten.NeuerJob. Klasse! Freue mich für Dich.

Liebe Grüße

Daniele

Morgana LaGoth: Danke. Endlich wieder verreisen … lange darauf gewartet. Lebendig bleiben, solange es noch geht.

[24.12.21 / 20:55] Daniele1992: Hallo Morgana,

Ich denke an Dich und wünsche Dir frohe Weihnachten und ein schönes neues Jahr 2022.

Liebe Grüße

Daniele

Morgana LaGoth: Vielen Dank, ich wünsche dir ebenfalls ein schönes, neues Jahr.

[25.09.21 / 14:59] Daniele1992: Hallo,

eine Chance etwas Neues zu machen. Neue Perspektiven. Urlaubsträume, die bald real werden können. Nicht so schlecht. Freue mich für Dich. LG Daniele.

Morgana LaGoth: Danke dir.

[11.11.20 / 09:12] Daniele1992: Hallo Morgana

Ich habe Dir eine Mail geschickt.

Lg

Daniele

Morgana LaGoth: Hey ... vom Lenkrad aus mit der Hand winken, von einem MX-5 zum anderen. *freu*

[30.07.20 / 22:03] Daniele1992: Guten Abend

das habe ich sehr gerne gemacht. Zum Einen interessiert mich das Thema und zum Anderen hast Du wirklich sehr lebendig und spannend geschrieben. Da wollte ich Alles lesen und wollte Dir schreiben, das mir Dein Blog besonders gut gefallen hat (Die eigentliche Arbeit hattest Du ja mit dem Verfassen des Blogs). Wenn Du magst können wir den Kontakt gerne per Mail halten. Viele Grüße Daniele

Morgana LaGoth: Mail-Adresse steht oben bei "kontakt" - bei weiteren Fragen, gerne.

[30.07.20 / 12:44] Daniele1992: Guten Morgen,

vielen Dank für Deinen tollen Blog. Ich habe ihn in den letzten Wochen komplett gelesen. Meistens konnte ich gar nicht aufhören zu lesen. Fast wie bei einem sehr spannenden Roman. Ich habe dabei Deine genauen Beobachtungen und Beschreibungen sehr genossen. Deine vielen Ausflüge in die Clubs und zu den Festivals oder Deine Streifzüge d durch die Geschäfte beschreibst Du immer aus Deiner Sicht sehr anschaulich und spannend. Ich kann das sehr gut nachvollziehen, das alleine zu erleben, häufig auch mit einer gewissen Distanz. Ich kenne ich von mir sehr gut. Highlights sind Deine Reiseberichte. Deine Erlebnisse an den unterschiedlichsten Orten auf der Welt. Vielen Dank dafür. Vielen Dank auch das Du Deinen Weg zu Deinem waren Geschlecht mit uns Lesern teilst. Deinen Weg Deine Gefühle Deine zeitweisen Zweifel. Das ist sehr wertvoll auch für uns Andere, denn es ist authentisch und sehr selten. Du bist einem dadurch sehr vertraut geworden. Für mich ist eine gefühlte grosse Nähe dadurch entstanden. Umso mehr schmerzt es mich von Deinen Rückschlägen zu lesen. Von Deinem Kampf zu Deinem wahren Ich. Von Deinem Kampf umd Liebe, Zährlichkeit und Akzepzanz und Anerkenung. Von Deiem mitunter verzweifeltem Kampf nach Liebe und Anerkennung durch Deinen Exfreund. Leider vergeblich. Dein Kampf um wirtschaftliche Unabhängigkeit und Deine aktuell missliche Lage. Ich glaube dass Du nicht gescheitert bist. Du hast viel Mumm und Hardnäckigkeit bewiesen Deinen Gang zu Dir selbst zu gehen. Du hast auch einen guten Beruf der immer noch sehr gefragt ist. Vielleicht kann ja nach dieser Auszeit und etwas Abstand ein Neuanfang in einer anderen Firma, wo Du keine Vergangenheit als Mann hattest gelingen. Ich wünsche das Dir ein Neuanfang gelingt und drücke Dir ganz fest die Daumen. Daniele

Morgana LaGoth: Da liest sich tatsächlich jemand alles durch? Das ist mittlerweile schon ein kompletter Roman mit mehreren hundert Seiten! Danke dir, für deinen Kommentar (und die aufgebrachte Zeit).

[05.10.19 / 17:11] Drea Doria: Meine liebe Morgana,

bin 5 T post all-in-one-FzF-OP. Deine guten Wünsche haben geholfen. Der Koch ist immernoch noch super. Alle hier sind herzlich und nehmen sich Zeit.

Herzlich

Drea

Morgana LaGoth: Dann wünsch ich dir jetzt noch viel mehr Glück bei deiner Genesung!

[14.06.19 / 12:57] Drea Doria: Meine liebe Morgana,

vielen Dank für Deine offenen und kritischen Erlebnisberichte. Ich bin in 3 Monaten in Sanssouci zur FzF-OP. Ich denke auch, was kann schon schief gehen, status quo geht nicht und irgendwas besseres wird wohl resultieren. Wenn es Dich interessiert, halte ich Dich informiert. Drücke mir die Daumen.

Herzlich

Drea

Morgana LaGoth: Ich wünsche dir für deine Operation viel Glück. (Sollte der Koch nicht gewechselt haben, das Essen da in der Klinik ist richtig gut!)

[14.11.17 / 20:13] Morgana LaGoth: Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion: Die Seitenbetreiberin behält sich das Recht vor, jeden Kommentar, dessen Inhalt rassistisch, sexistisch, homophob, transphob, ausländerfeindlich oder sonstwie gegen eine Minderheit beleidigend und diskriminierend ist, zu zensieren, zu kürzen, zu löschen oder gar nicht erst freizuschalten. Werbung und Spam (sofern die Seitenbetreiberin dafür nicht empfänglich ist) wird nicht toleriert. Personenbezogene Daten (Anschrift, Telefonnummer) werden vor der Veröffentlichung unkenntlich gemacht.

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