morgana81 - gothic transgender
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Zwei Brötchen, Croissant, drei Waffelbecher Nuss-Nougat-Creme, Himbeer- und Aprikosenmarmelade, eine Schale Obstsalat, ein naturnaher Joghurt, ein Glas Orangensaft und eine Tasse Café Americano oder Crema – das Frühstück unten im Hotel im Empfangsbereich gleich neben der Lobby.

[15.09.26 / 03:52] Zwei Brötchen, Croissant, drei Waffelbecher Nuss-Nougat-Creme, Himbeer- und Aprikosenmarmelade, eine Schale Obstsalat, ein naturnaher Joghurt, ein Glas Orangensaft und eine Tasse Café Americano oder Crema – das Frühstück unten im Hotel im Empfangsbereich gleich neben der Lobby. Es ist voll, es sind nur wenige Plätze, mir fällt ein Pärchen auf, die waren auch letzte Nacht bei dem Festival, sie haben dasselbe Bändchen am Handgelenk, wie ich.

Der Sonnabend zwischen den beiden Festivalnächten in Berlin, der Tag für Sightseeing. Die Berliner Mauer habe ich letztes Jahr schon abgelaufen, bessere Foto-Hot-Spots gibt es nicht. Dieses Jahr will ich gleich nach dem Frühstück und der anschließenden Dusche oben im Zimmer, den frühen Nachmittag vom Hotel aus mit der U-Bahn Richtung Charlottenburg, das Schloss und den Park dort besuchen. Ich weiß noch nicht, ob ich überhaupt Zeit dafür finde, das Innere des Schlosses zu besuchen, mir geht es hauptsächlich um das Mausoleum im Inneren des Parks, das Mausoleum mit der preußischen Königin, oder Prinzessin, die um Siebzehnhundertnochwas. Wir haben ein Gemälde von ihr zu Hause, das war damals modern, sich Gemälde von ihr in die Wohnung zu hängen.

Ich habe im Internet recherchiert, das Originalgemälde von ihr, wo sie steht, wie sie steht, es wurde oft kopiert, in einer Version steht sie genau da, wo jetzt das Mausoleum im Schlosspark ist, genau die Treppen und genau die Vase – da will ich jetzt hin. Um Selfies von mir zu machen, wo sie stand. Ich habe das kleine Gemälde bei uns zu Hause sehr lange angeschaut.

Mit der U-Bahn mit einem Umstieg und einer sehr langen Fahrt mit vielen Stationen in den weit entfernten Westteil der Stadt, hätte ich das vorher gewusst, ich hätte auch die S-Bahn nehmen können – und ein Tagesticket und nicht diese zwei Einzelfahrtickets, für Hin und Zurück.

Ich habe vergessen, wie der Platz heißt, an dem in der Nähe das Schloss ist. Ich navigiere mich durch Berlin über die Liniennetzpläne an den gefliesten Wänden in den U-Bahn-Stationen, den Tafeln mit den Stationen und Haltepunkten, den kleinen Tafeln in den Waggons der U-Bahn-Linien, einige sind modern, einige sind so alt, man muss Klinken drücken, um die Türen von innen zu öffnen … ich dachte, diese Waggons gibt es nur noch in Pjöngjang – ich steige an der Station Jungfernheide aus, da bin ich gestern schon mit dem Zug vorbeigefahren.

Irgendwo hier, soll es eine Fußgängerbrücke geben. Von der U- und S-Bahn-Station aus in Richtung des Parks, ich laufe auf der Straßenseite am Ufer der Spree vorbei und merke erst ganz zum Schluss, als ich schon fast das Schloss auf der anderen Seite mit dem Park über eine Auto- und Straßenbahnbrücke erreiche, dass hier keine Brücke mehr war und ich hätte in die andere Richtung laufen sollen. Betrete ich den Park von dieser Seite.

Das Wetter ist schön, sonnig, trocken, ich trage nur meine Stretchjeans und mein schwarzes T-Shirt. Fotos machen, ich bin Tourist, ich bin im Urlaub. Der Barockgarten ist nur flach bepflanzt, das Schloss von außen imposant, es lässt sich für Hochzeiten buchen? Irgendwo ist gerade eine. Fotografen setzen Paare von Menschen in eleganten Roben in Szene, das Motiv mit dem Schloss und dem Park im Hintergrund ist beliebt. Ein Springbrunnen, ein Teich, ein kleiner See. Mich zieht es hinein in den Park mit den hohen, schattenspendenden Bäumen, kleine Steine mit dem Text „Mausoleum“ weisen mir die Richtung an jeder Weggabelung.

Mausoleum in Berlin Charlottenburg / September 2026 / Alter 44

Und ich sehe es vor mir, das Gebäude mit den Treppenstufen und den Säulen, die Vase daneben … diese war nie auf dem Gemälde, das wir haben, der Sockel mit der Vase steht nur auf anderen Variationen. Ich stelle meine Wasserflasche beiseite und fange an, Fotos zu machen, erst von der Szene alleine, wie ich sie in Erinnerung habe, dann die Selfies. Früher Nachmittag, die Sonne steht hier günstig.

„Na, und ist es etwas geworden?“, ein paar Besucher des Mausoleum fällt meine Foto-Session auf.

„Ich versuche das Gemälde zu kopieren. Sie stand genau hier!“

Das Gemälde wirft jetzt nur noch mehr Fragen auf … warum sollte sie neben ihrer eigenen, zukünftigen Begräbnisstätte stehen?

Wenn ich schon einmal hier bin, gehe ich auch hinein, drinnen sind vier Sarkophage aufgebahrt, das Mausoleum war ursprünglich nur für sie gedacht, später erweitert. Auf dem Boden stehen die Lebensdaten und die Namen der vier Adelspersonen, ich versuche logische Schlüsse zu ziehen: Wenn sie als preußische Königin schon um kurz nach Achtzehnhundert gestorben ist und die andere da, die nächste deutsche Kaiserin erst danach geboren ist, sind sie sich nie begegnet. Die Kaiserin, auch Regentin von Sachsen – es ergibt einen Sinn, meine Vorfahren sind als Küchenpersonal erst vom kaiserlichen Hof in Wien nach Dresden mitgezogen, von dort aus nach Preußen – hier kam dann das Gemälde als „Ehrengeschenk“ in unseren Bestand – das war damals in Mode, die Königin Luise in allen erdenklichen Posen auf unzähligen Bildern zu verewigen, auch wenn sie da schon ein halbes Jahrhundert tot war – jemand hat es mir mal erklärt, die Bilder waren nur dafür da, um zu zeigen, wie jemand früher ausgesehen hat, Fotos gab es da noch nicht, oder wurden gerade erst erfunden. Der Sarkophag aus Marmor in dem Mausoleum, er ist wirklich sehr schön herausgearbeitet, mir fällt das Wappen mit der Krone auf, das ziert auch in Blattgold unseren Gemälderahmen.

Weiter raus, ich bezahle noch mein Eintritt in das Mausoleum am Automaten, bevor ich mich dem Park zuwende. Zurück zum Schloss, zurück zum Barockgarten, wieder in den Park hinein, in der Nähe des Ufers entlang … das eine Haus da, wo der Präsident wohnt? Ich dachte, das wäre viel größer. Weiter über Brücken durch den Landschaftspark – ich suche die große Fußgängerbrücke wieder zurück.

Ich finde sie, ich hätte ein paar wenige Stunden zuvor nur wirklich in die andere Richtung gehen sollen – die Fußgängerbrücke ist die S-Bahn-Brücke, so ein kleiner, schmaler Streifen daneben. Mit der U-Bahn wieder zurück in das Zentrum von Berlin.

Ich steige am Alexanderplatz aus. Es ist kurz vor siebzehn Uhr und noch Zeit für Kaffee und Kuchen. Das eine Café da am Fernsehturm, nichts besonderes, nur eine Kette, aber ich war hier vor zwei Jahren, ich kenne nur das eine Café. Ein Tisch im Außenbereich und den Sockel des Fernsehturms anstarren.

Weiter in Richtung der Bistros an den Bahnanlagen südlich des Bahnhofs, die Ecke gleich in der Nähe der Weltzeituhr. Letztes Jahr habe ich hier irgendwo gegessen, viele Jahre zurück, ein Bistro oder ein Burger-Laden irgendwo dahinten – ich wähle das Burger-Restaurant auf der westlichen Seite der Bahntrasse, hier scheint noch die beginnend untergehende Sonne hin, wieder ein Tisch im Außenbereich im warmen Licht, ein vegetarischer Burger für mich mit extra Süßkartoffelpommes. Eigentlich ist das hier ein Restaurant und eine Bar, eigentlich hätten die noch andere Spezialitäten, ich aber nicht das Geld dafür – mit dem Bezahlen meiner nächsten Urlaubsreise und diesem kleinen Trip mit Hotel- und Zugkosten, bin ich offiziell wieder im Dispokredit, bis das nächste Gehalt kommt, bezahle ich alles auf Pump.

Zurück im Hotel, U-Bahn-Kurzstrecke, die Treppe runter in die Station mit dem großen „U“ war gleich neben meinem Bistro-Tisch, ich muss noch das Make-up vorbereiten, draußen vor dem Fenster in meinem kleinen Hotelzimmer wird es schon dunkel. Letztes Jahr habe ich es auch nicht geschafft, zwanzig Uhr für die erste Band ist viel zu früh. Nach der kurzen Dusche breite ich wieder mein Kosmetiksortiment neben dem Waschtisch aus. Der Lidschatten gelingt mir dieses Mal besser, ich male wirklich nur die Augenlider an, nicht die Bereiche darüber, nur die Lidfalte. Weniger Kajal, weniger Mascara – der ist nicht wasserfest, in der schwülen Hitze der Clubräume zerläuft der eh.

Meine Strumpfhose, mein Ledermini, die Tunika mit den weiten Ärmeln, der silberne Armreif, die 20-Loch-Schnürstiefel, meine Lederjacke und die kleine Handtasche – in der Dunkelheit des Abends und den hell beleuchteten U-Bahn-Stationen hinaus zu dem Festival irgendwo in Kreuzberg.

Den Einlass und die erste Band schaffe ich wider Erwarten, die erste Band startet wieder draußen auf dem „Paradies Floor“ neben dem Garten. Sie spielt schon ihren ersten Titel, sie singen auf deutsch, ein Schlagzeuger, ein Sänger, der Rest vom Band. Entgegen der Band von letzter Nacht, kann ich dieses Mal die Texte verstehen.

Kurz die erste Flasche Mate-Brause holen, weiter zu dem zweiten Auftritt auf dem Haupt-Floor im Inneren des Clubs … es wird voll, wer sind diese Menschen, wieso bin ich nicht mehr die Jüngste – das geht nicht – ich war die letzten fünfundzwanzig Jahre immer die Jüngste auf Gothic-Parties? Den Typ da oben auf der Bühne sehe ich nur, weil er so groß ist. Ziemlich gute Synthesizer-Musik – und queere Texte, genauso, wie die andere Band davor.

Wieder zurück auf dem Garten-Floor, ich kenne diese Band, ich habe sie in Leipzig gesehen, ich wusste gar nicht, dass sie auch aus Leipzig kommen – die Band mit dem Titel mit der Tasse Kaffee und der Katze. Der kleine Raum ist voll, vom Eingang hinten sehe ich nichts, vom Eingang vorne an der Bühne … ich stehe quasi im Türrahmen, habe aber den vollen Blick seitlich zur Bühne, es ist gar nicht so sehr beengt, hinter mir stehen keine Menschen und die Musik ist hier in der Ecke auch nicht so laut, die Lautsprecher schallen in den Saal, hier in der Ecke höre ich nur den Klang von der Bühne. Meine kleine „Loge“ ist gar nicht mal so schlecht. Ich mag die Band, ich kann sie immer wieder sehen. Sie bekommen kein OK für eine Zugabe, ich wende mich wieder um und laufe zum Haupt-Floor.

Es ist weiterhin voll, auch hier stehe ich zuerst an der Tür, doch die ist hinten. Viele Menschen, viel Nebel, er spielt seine ersten Titel, je näher ich der Bühne komme, je mehr erkenne ich ihn. Ich verfolge seine Musik schon fast zwanzig Jahre lang, ich habe alle Alben seines Hauptprojekts mit der einen Sängerin zusammen. Hier auf dem Festival spielt er mit seinem Solo-Projekt, wie immer, auf allen seinen Konzerten, er spielt das Set durch, alle Titel, ohne Pause. Einige Titel sind sehr tanzbar.

Er ist älter geworden, die Haare weniger, die Lesebrille, die er jetzt braucht, um die richtigen Knöpfe am Synthesizer zu drehen, ich trage meine Lesebrille auch, wenn ich vor meinen Synthesizern stehe. Eigentlich wollte ich rechtzeitig zum Abschluss-Act auf dem anderen Floor sein, die Auftritte überschneiden sich für ein paar Minuten, aber ich bin den zweiten Festivalabend nur wegen ihm hier, da muss ich eben auf den Anfang der Drag Shows auf dem anderen Floor verzichten.

Ich eile die schmalen Gänge entlang – Oh, falsche Richtung, hier geht es nicht weiter – die Drag Queens nutzen natürlich den Türbereich zur Bühne hin, meine Loge von vorhin, als Umkleideraum für ihre Auftritte. Ich muss mich von hinten vor zur Bühne kämpfen, immer einen kleinen Schritt weiter. Es sind dieses Jahr nur ein paar wenige Acts. Wie letztes Jahr, das Publikum will eigentlich mehr sehen.

Die Drag Queen, die durch die Show führt, eine zweite Drag Queen, aufwendige Outfits, eine Drag King Performance, er besteht darauf, das ist kein Act, das ist ein Lebensgefühl und eine zweite Drag King Performance … ohne Kostüm, jetzt sehe ich erst, wer hinter diesem aufwendigen Kostüm vom letzten Jahr stand … ich bin noch mehr fasziniert.

Am Ende betonen sie auf der Bühne noch einmal, wie wichtig es ist, die nächsten zwei Wochen für das Parlament in Berlin zur Wahl zu gehen und eine Mehrheit der Neofaschisten A#D zu verhindern, sie müssen verhindert werden, sie dürfen nicht gewinnen, denn dann wird alles furchtbar und das Leben trostlos, sie bekommen so viel Beifall aus dem Publikum – nur nicht von mir. Das wirkt alles so bizarr, ich bin die aus dem Publikum, die aus Sachsen-Anhalt, die aus dem Land, in dem die sich offen zum Nationalsozialismus bekennende Partei gewonnen hat und die nächste Landesregierung stellen will. Und ich habe nur noch zwei Optionen: Gehe ich in den Untergrund und in den bewaffneten Kampf oder in den Untergrund und bleibe unter dem Radar, beides beinhaltet das Wort „Untergrund“. Das geht so schnell, schneller als die Menschen rechts und links neben mir in dem Publikum es vielleicht wahr haben wollen … wenn sie dich wegfangen, zu Hause abholen kommen, du siehst es nicht, du wirst überrascht, du bist dann plötzlich eingesperrt und nicht mehr frei und hast keine Kontrolle oder Entscheidungsgewalt über dein Leben mehr … bis sie es dir wegnehmen. So düster das klingt, es passiert bereits in den USA, in anderen Ländern, unbequeme Menschen, LGBTQ, Immigranten, die nicht ins System passen … weggesperrt, unter Druck gesetzt, erschossen.

„Es ist zu spät!“, ich starre auf die Bühne, ihr könnt sie nicht mehr verhindern, ihr müsst jetzt anfangen, so zu handeln, als wären sie schon an der Macht. Ich wähle den Weg in den Untergrund.

Nach den Drag Queens, meine Stimmung ist im Keller, ich brauche noch eine Stunde, um mich wieder aufzumuntern. Ich sitze oben auf meinem Lieblingsplatz auf der Aussichtsplattform … düstere Klänge ertönen, die Menschen unten an der Feuerschale schauen in eine Richtung – sollte hier nicht noch so eine Performance kommen? Ich gehe die Stahltreppen wieder runter und schaue nach.

Ein halbnackter, bärtiger Mann, nur in einem roten Fetzen bekleidet, kriecht um die Feuerschale, drapiert mit Tierschädeln und betet mit einem Zweig mit Klingelglöckchen in der einen Hand und einem anderen Stock in der anderen, das Feuer an: eine okkulte Performance! Oh, darauf stehe ich! Ich bin fasziniert. Er macht die Performance nicht alleine, da ist noch eine zweite Gestalt, dunkel verhüllt, die Buchseiten in das Feuer wirft, danach verteilen sie Kerzen an das Publikum. Ich kann der Darbietung zwar nicht ganz folgen, aber es lenkt mich wenigstens erfolgreich ab. Weiter danach, noch ein bis zwei Stunden tanzen, mein Floor neben dem Garten, EBM und ähnliches.

Vier Uhr morgens, zurück den frühen Sonntag mit der U-Bahn zum Hotel. Ich habe meine Lederjacke vorne an der Garderobe abgeholt und mich mit einem Rundgang durch den Club vom Festival verabschiedet, ob es das nächstes Jahr wieder geben wird? Vielleicht … aber da waren schon ein paar richtig gute Underground-Festivals, die es nur zweimal gegeben hat. Die, die so etwas organisieren, hoffen im besten Fall, dass die Einnahmen die Kosten decken.

Wieder im Hotel, den Weg dahin, er ist mir nicht wieder über den Weg gelaufen, niemand hat mich angepöbelt oder abwertig angesehen, die U-Bahn scheint, wie letztes Jahr, von Sonnabend auf Sonntag weniger oft zu fahren, als von Freitag auf Sonnabend und es hat nicht angefangen, zu regnen. War eigentlich alles ganz OK. Wieder den Wecker stellen, fünf Stunden bis zum Frühstück. Wieder das üppige Buffet, sonntags mit Frühstücksei, die beiden vom letzten Frühstück sind auch wieder mit dabei. Wieder hoch, die Dusche nehmen, alles zusammenpacken, nichts im Zimmer liegen lassen, Check-out kurz vor zwölf.

Die U- und S-Bahn zurück über den Alexanderplatz zum Hauptbahnhof, anderthalb Stunden warten, bis der nach Stendal fährt. Die Waggons sind voll, niemand traut der Schienenersatzverkehr-Option auf der anderen, üblichen Strecke nach Magdeburg. Kurz vor Magdeburg, auch dieses Mal erreiche ich den Hauptbahnhof nicht und muss eine Station vorher mein Gegenzug abpassen. Zu Hause komme ich dann um siebzehn Uhr an. Die Tasche auspacken, alles bereit legen, ich werde sie in zwei Tagen wieder packen. Es ist den Sonntag noch nicht zu spät für Kaffee (Tee) und Kuchen. (Ende Teil 2/2)

[15.09.26 / 03:51] Wieder das kleine Synth-Wave-Minimal Festival in Berlin? Ich habe mir mein Ticket schon einen Monat vorher gekauft. Das Wochenende Mitte September, der Hotelpreis für zwei Nächte sprengt mein Budget, es muss das Hotel sein, irgendwo in Kreuzberg, da war ich vor ganz vielen Jahren schon einmal, die U-Bahn-Station ist gleich daneben.

Was ziehe ich an? Die ewige Frage. Letztes Jahr das eine schwarze Kleid, dieses Jahr … ich versuche alle meine schwarzen Kleider mindestens einmal zu tragen, das letzte war gerade in der Wäsche, da ist noch diese eine Tunika im Schrank, die mit den weiten Ärmeln im Morticia-Addams-Style – die muss es sein! Die wollte ich schon immer einmal wieder tragen, zuletzt 2024 auf dem Gotik-Treffen in Leipzig? Sie hing zu lange im Schrank, ich werfe sie gleich mit in die schwarze Wäsche.

Das Outfit lässt hier keine Spielarten zu, entweder eine Leggings, meine schwarze Kunstlederleggings habe ich leider schon lange nicht mehr, oder ein sehr kurzer Rock: der Ledermini. Die Schuhe müssen hoch sein, alles andere sieht merkwürdig aus, also, wie letztes Jahr, die hohen 20-Loch-Schnürstiefel ohne Absatz. In Kombination mit … nehme ich die Netzstrumpfhose mit dem Rosenmuster oder doch lieber die mit Leopard? Ich mag meine neue Felljacke im Schneeleopardenmuster, leider ist sie nicht schwarz und daher etwas unpassend auf diesem sehr schwarzen Festival, daher entscheide ich mich für die Strumpfhose mit dem Leopardenmuster, es muss irgend etwas Animalisches sein.

Dazu die obligatorische Lederjacke, der genauso obligatorische Silberschmuck und für die An- und Abreise mit dem Zug, das Gothic Pogo Party T-Shirt vom Merchandise die letzten Pfingsten. Ich wähle den Zug, ich muss ihn wählen, ich fahre niemals mit dem Auto nach Berlin hinein. Zugfahrpläne heraussuchen … es fährt gar kein Zug von Magdeburg nach Berlin? Nur so ein merkwürdiger Schienenersatzverkehr – und dem traue ich nicht! So viele Busse können die gar nicht organisieren, um einen mehrteiligen Doppelstockzug zu ersetzen. Also den Freitag vor dem Festival noch früher aufstehen, damit ich das Ganze schaffe.

Ein Kollege auf Arbeit hat erwähnt, er braucht mindestens viereinhalb Stunden von Berlin bis hierher zur Arbeit mit dem Zug. Ich lasse mir den Freitagvormittag Zeit, Beine rasieren, Sachen zusammensuchen, meine Tunika vom Wäscheständer abnehmen, alles an Make-up-Utensilien in meine neue, kleine Schminktasche packen, sie gab es im Set mit dazu, zu meiner Schlafmaske. Ich packe alles ein, nicht nur Kajal und Mascara, auch den neuen Lipgloss, alle Pinsel und die Lidschattenpalette … hätte ich mich für die Felljacke entschieden, ich hätte auch noch ein Paillettenkleid und ultrahohe (und noch niemals getragene) Leo-Stiletto-Pumps! Ich bleibe bei meinem düsteren Gothic-Outfit.

Die Zeit läuft schneller ab, als erwartet. Das Mittagessen schaffe ich schon nicht mehr, mein Zug fährt gleich. Die schwere, olivgrüne Sporttasche ist vollgepackt mit dem Paar Stiefel, zwei, drei Teile Unterwäsche und die kleine Reisewaschtasche. Wenigstens werde ich wieder zum Zug gefahren, die paar wenigen Meter zum Bahnhof, und es ist voll, voller Menschen.

Ich drängele mich an die Tür, Sitzplätze frage ich nach, ich setze mich daneben. In Magdeburg muss ich in den Regionalexpress nach Stendal umsteigen, anders als sonst, bleibt keine Zeit für einen Aufenthalt am Hauptbahnhof, den entgegenkommenden Anschlusszug passe ich mit einem Halt an der Vorhaltestelle ab. Weiter nach Stendal, hier war ich zuletzt vor fünfundzwanzig Jahren, da fuhr hier noch ein Eurocity.

Mit einem kurzen Umstieg weiter nach Berlin. Es ist Nachmittag, als der Regionalexpress in den urbanen Raum einfährt. Hochhäuser und Monumente einer Metropole rauschen an den Fenstern an mir vorbei, es ist immer dieses Gefühl, endlich dieses Provinzkaff verlassen zu haben. Wäre ich auch auf Arbeit entlassen worden, hätte ich mir hier eine neue Arbeit gesucht? Über einen Umstieg in die S-Bahn, angekommen am Berliner Hauptbahnhof, in Richtung Alexanderplatz. Am Hauptbahnhof gibt es ein „Fish and Chips“ Bistro, das kenne ich noch nicht, mein Mittagessen hole ich hier nach. Die Nacht gibt es dann nichts mehr.

Am Bahnhof Alexanderplatz … wieso laufe ich hier gegen eine Wand? Wo ist meine U-Bahn-Station, runter zur U8 – schon wieder eine Baustelle. Weiter mit dem U-Bahn-Kurzstreckenticket vom Automaten mit der Linie zu meinem gebuchten Hotel am Moritzplatz.

„Ich habe reserviert, auf meinem Namen.“

„Wir hätten da ein Zimmer, das ist ganz oben in der sechsten Etage, aber das ist ein sehr kleines Zimmer, nur mit einem schmalen Bett, Ein-Meter-Zwanzig. Wir hätten da noch ein anderes, viel größeres Zimmer, gleich unten in der …“

„Nein, Danke. Ich nehme das winzig kleine Zimmer ganz oben.“

Ich habe es bewusst online gebucht.

In meinem Zimmer ganz oben, es ist wirklich sehr klein, mit nur einem Bett, und einem Bad, und sonst nichts – ich packe meine Sporttasche aus und lege die paar Sachen in das eine, schmale Regal und breite mein Kosmetiksortiment in dem ebenso winzigen Badezimmer aus. Es ist gegen achtzehn Uhr und in einer Stunde ist Einlass in dem Club, noch einmal Kurzstrecke und einem Umstieg, irgendwo in einem U-Bahnhof in Kreuzberg.

Meine Beine nachrasieren, eine Dusche nehmen. Die Strumpfhose ziehe ich schon an. Vor dem Kosmetikspiegel im Badezimmer tupfe ich meine Zwei-Farben-Lidschattenpalette auf, das silber-sandfarbene Puder am inneren Augenlid, das dunkle Puder in den zwei Drittel des äußeren Augenlids, alles von innen nach außen verblenden. Den schwarzen Kajal, ziehe ich über das Augenlid hinweg, das Mascara üppig aufgetragen, auch die unteren Wimpern, jeder Wimpernschlag hinterlässt gleich Klümpchen an den Augenrändern, dazu ist die Bürste da, um das etwas wieder zu entflechten. Danebengegangener Mascara, zu viel Kajal, alles mit dem zweiten Pinsel zu einem dunklen Schatten verblenden, ich hätte den größeren Pinsel noch mitnehmen sollen, dann wäre der Lidschatten noch weiter auslaufend hinten über die Lidfalte hinaus … ich ziehe meine schwarze Tunika über, so eine, wie sie in den Siebzigern und Sechzigern getragen wurde. Sie ist fast genauso lang, wie mein Minirock endet. In aller Ruhe schnüre ich meine 20-Loch-Stiefel zusammen.

Draußen, noch wenige Minuten bis zum Einlass, noch wenige Minuten, bis die erste Band anfängt, zu spielen. Den Reißverschluss meiner Lederjacke habe ich bis nach ganz oben geschlossen, ich möchte hier nicht zu sehr auffallen, eine Wolke an orientalischem Parfüm und Patchouli umgibt mich, meine kleine Lederhandtasche habe ich um meinen Oberkörper gehangen. Ich lese die Nachrichten, zu viele trans Frauen werden in Berlin die letzte Zeit angegriffen. Ich bin noch überzeugt, mich trifft das nicht, ich wirke anders.

Weiter über den Umstieg am Kottbusser Tor zu der anderen Linie und von dort aus über die Haltestelle am Ufer des Spreekanals entlang zu dem Club, derselbe Club, wie letztes Jahr. Ich schaffe es zum Einlass, noch bevor die erste Band spielt.

Meine Jacke gebe ich an der Garderobe am Eingang ab, die brauche ich nicht, ich weiß vom letzten Jahr, es wird richtig heiß im Club. Ein Getränk draußen holen, nur Kartenzahlung. Weiter in den zweiten Floor, ich bin immer wieder entzückt über die kleine Brücke in dem liebevoll gestalteten Garten im Außenbereich.

Die erste Band, es ist eigentlich nur sie, ich habe sie – sofern sie dieses Pronomen für sich verwendet – letztes Jahr auf dem Gotik-Treffen in Leipzig gesehen und im Anschluss gleich einen Song für meine nächste Musikveröffentlichung geschrieben … nicht wenig inspiriert von ihrer energiegeladenen Musik. Es gibt Probleme mit einem Kabel. Sie ist hier für einen Ersatz für einen ausgefallenen Act, das kurze Set verkürzt sich noch mehr auf ein paar wenige Titel. Sie macht das Beste daraus, ihr einziges Instrument ist ein Effektgerät für ihre Stimme … ohne Kabel braucht sie dieses auch nicht, alles andere kommt vom Band. Ihre stimme ist sehr dunkel und kräftig. Viel Beifall vom schon anwesenden Publikum.

Weiter zum Main Floor. Der Weg führt wieder am Merchandise vorbei, die Zeltwand mit der Regenplane ist dieses Jahr nicht aufgebaut worden, es bleibt trocken. Der Main Floor ist noch nicht voll, ich steuere genau auf „meinen“ Platz zu. Voller Freude positioniere ich meine kleine Handtasche auf dem schmalen Gitter an der Wand, stelle meine Flasche Mate-Brause daneben und erklimme den Podest mit dem besten Blick auf die Bühne schräg vor mir. Die nächste Band, die will ich sehen, aufgebaute Synthesizer-Tische auf der Bühne.

Das Licht wird gedimmt, der ganze Raum eingeräuchert mit Nebel, viele Menschen vor der Bühne, ich kann die beiden gar nicht richtig erkennen, vor all dem Nebel. Er singt auf Italienisch! Ich dachte, die beiden kommen aus Frankreich? Der Bandname ist deutsch. Ihre Musik trifft mich, sie entspricht so alldem, was ich die letzten zwanzig Jahre an Minimal geliebt habe. Sie unterhalten das Publikum, er wirft ihm in den Musikpausen ziemlich derbe, italienische Schimpfwörter entgegen. Ich weiß, was sie bedeuten, ich hatte auch einmal die Gelegenheit, mit einer Italienerin – zumindest für ein Wochenende – zusammen zu sein (auch wenn ich ihre Existenz leugne, sie aber immer wieder im Internet stalke und das umso mehr Fragen aufwirft – sie ist doch nicht die TERF, such dir einen anderen Lieblingsfilm, das ist mein Film mit den Drag Queens im australischen Outback). „Va fa en culo!“ Oder so ähnlich.

Die nächste Band, wieder draußen im „Paradies Floor“, ich kann nicht zu oft über diese kleine Brücke gehen. Noch so ein Typ an seinem Synthesizer, jedes Mal, wenn es mehr in den EBM geht, das ist mir nicht fremd, dazu kann ich tanzen.

Während den Pausen, zwischen den Bands, auch wenn wenig Zeit bleibt, eine weitere Flasche Mate-Brause und die Treppe hoch zu der Aussichtsplattform mit dem Blick nach unten in den kleinen Garten, den bunten Lichtern in den Bäumen, der Feuerschale und den vielen schwarzen Gestalten rundherum.

Der nächste Auftritt auf dem Main Floor, ich kann lange Zeit nur ihn sehen, mit seinen wasserstoffblonden Haaren. Nach und nach erklimme ich wieder meinen Stammplatz auf dem Podest, die Sängerin, sie sind zu zweit? Sie kommen aus Detroit, ich merke es, es gibt Elemente aus dem frühen Techno und Acid.

Wieder zurück auf dem zweiten Floor, ein Typ am Schlagzeug und eine Sängerin … ich verstehe die Sprache nicht, es könnte portugiesisch sein? Ich habe keine Ahnung, aber sie singt ihre Texte voller Energie und Wut – je weiter der Auftritt geht, desto mehr kippt ihr Gesang in diesen Kehlkopfbereich und nimmt „Deathcore-eske“ Züge an. Ich stehe nur zwei Personenreihen vor einem vor mir wie aus dem Nichts plötzlich auftauchenden Mosh-Pit, es könnte auch Punker-Pogo sein. Zurückschubsen, wenn es zu nahe kommt, das trifft nur den vor mir, ich mit meiner Tussi-Handtasche und der Mate-Brause habe gar keine Hände frei.

Nach den Bands, die DJs. Ich sitze noch eine ganze Zeit oben in der Aussichtsplattform, beziehungsweise ich „liege“ in einem ultraflachen Liegestuhl. Meine Tanzfläche ist dann die in dem Floor beim Garten, hier wird klassischer EBM gespielt und alles aus den frühen Achtzigern, ich kann Teile der Playlist mitschreiben, jedes Mal, wenn ich von der Tanzfläche runter will, kommt ein neuer Song, wie ich sie früher auf meinem Radiosender gespielt habe … „Coboloid Race“ und „New Girls Neutron“.

Ich bleibe bis um drei Uhr den Morgen, ich habe das Frühstück in dem Hotel gebucht, das gibt es bis elf. Wieder früh genug im Hotel sein, ein paar Stunden schlafen, aufwachen, zum Frühstück gehen, wieder hoch ins Zimmer, duschen. So weit der Plan. Sollte nicht etwas Unvorhergesehenes passieren, früher habe ich immer Männer kennengelernt, bin mit ihnen mitgegangen, habe Dinge passieren lassen, bin erst sehr spät nach Sonnenaufgang wieder alleine in meinen Hotels angekommen. Jetzt erwarte ich das nicht mehr, so etwas passiert mir nicht. Ich laufe den frühen Morgen wieder alleine von dem Club zurück zur nächsten U-Bahn-Station in Berlin.

„Hello, how are you?“, ich laufe genau auf ihn zu, er spricht mich an, ich falle ihm auf, „Nice to meet you, how is your name? I'm from Gambia, you know where that is?“

Ich glaube, das ist dieser Streifen Land da irgendwo im Senegal.

Er greift immer wieder nach meiner Hand, ich ziehe sie immer wieder weg.

„I live here, you want to spend some time with me? Let's have a good time. Where are you from?“

„Magdeburg, Sachsen-Anhalt“, das wird jetzt meine neue Masche, um ausländisch aussehende Verehrer abzuwimmeln, er muss das auch mitbekommen haben, was da die letzte Landtagswahl letztes Wochenende passiert ist – ganz Deutschland hat das mitbekommen, wie der erste Dominostein in Richtung totalitäres Faschismus-Regime fällt. Er bleibt unbeeindruckt.

Ich ziehe weiter meine Hand weg, er bleibt stehen, ich laufe weiter, ich drehe mich um, er unternimmt einen zweiten Versuch, ich weise ihn wieder ab. Ich wünschte, es wäre wieder so wie früher, natürlich wäre ich mit ihm mitgegangen. Ich habe Angst. Er kennt mich nicht, er weiß nicht, dass ich trans bin, er spricht es auch nicht an. Spätestens wenn die Männer das dann mitbekommen, das kann sehr gefährlich für mich werden. Die paar Meter, die er an meiner Seite läuft, ich fühle mich sicherer auf meinem einsamen Weg zur U-Bahn-Station, dann wirke ich normal. Die letzten Meter von der Ampelkreuzung rüber zum Eingang der U-Bahn-Station, muss ich alleine gehen. Ob ich ihn die nächste Nacht wieder sehe?

Oben am Gleis, ich bin nicht alleine, hier tauchen immer wieder ein paar einsame nächtliche Seelen auf.

Weiter zum Umstieg in der Mitte von Kreuzberg, ich lasse mich auf der Rolltreppe nach unten gleiten. Zurück im Club, ich bin nicht die einzige, ich habe schon andere trans Frauen gesehen. Jetzt vor mir auf der Rolltreppe, nur ein paar Stufen weiter unten, steht auch so eine. Auf der gegenüberliegenden Seite fahren eine paar arabisch aussehende junge Männer die Rolltreppe hoch, sie fällt ihnen auf, sie drehen ihre Köpfe, sprechen sich ab, schon wieder so eine. Ihr Blick geht wieder hoch, ich schaue sie an, sie sind irritiert, ich falle nicht in ihr Raster … oder etwa doch? Nichts weiter passiert.

Ein paar U-Bahn-Stationen weiter, Kurzstrecke, mein Hotel. Oben angekommen in meinem Zimmer, ins Bad, Make-up entfernen, die ganze schwarze Wimperntusche und der Lidschatten. Es ist vier Uhr den Morgen und ich kann mich in mein Bett legen. Die Vorhänge in dem winzigen Zimmer sind dunkel genug, mit Ohropax bekomme ich nichts mit, in wenigen Stunden um zehn Uhr klingelt der Wecker auf meinem Smartphone für das Frühstück bis elf. (Ende Teil 1/2)

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Kommentar:

[05.12.22 / 17:34] Daniele1992: Hallo Morgana

Mail ist heute rausgegangen

LG Daniele

[13.11.22 / 09:33] Daniele1992: Hallo Morgana

aktuell keine schöne Situation. Ich schreibe Dir noch eine Mail dazu.

LG Daniele

Morgana LaGoth: Einige Kommentare müssen auch nicht allzu öffentlich sein …

[13.05.22 / 09:15] Daniele1992: Hallo Morgana,

Tolle Reisebericht von Deiner neusten Reise nach Paris. Macht grosse Lust auch wieder dort hinzufahren um sich von der Stadt inspirieren zu lassen.

Tolle Neuigkeiten.NeuerJob. Klasse! Freue mich für Dich.

Liebe Grüße

Daniele

Morgana LaGoth: Danke. Endlich wieder verreisen … lange darauf gewartet. Lebendig bleiben, solange es noch geht.

[24.12.21 / 20:55] Daniele1992: Hallo Morgana,

Ich denke an Dich und wünsche Dir frohe Weihnachten und ein schönes neues Jahr 2022.

Liebe Grüße

Daniele

Morgana LaGoth: Vielen Dank, ich wünsche dir ebenfalls ein schönes, neues Jahr.

[25.09.21 / 14:59] Daniele1992: Hallo,

eine Chance etwas Neues zu machen. Neue Perspektiven. Urlaubsträume, die bald real werden können. Nicht so schlecht. Freue mich für Dich. LG Daniele.

Morgana LaGoth: Danke dir.

[11.11.20 / 09:12] Daniele1992: Hallo Morgana

Ich habe Dir eine Mail geschickt.

Lg

Daniele

Morgana LaGoth: Hey ... vom Lenkrad aus mit der Hand winken, von einem MX-5 zum anderen. *freu*

[30.07.20 / 22:03] Daniele1992: Guten Abend

das habe ich sehr gerne gemacht. Zum Einen interessiert mich das Thema und zum Anderen hast Du wirklich sehr lebendig und spannend geschrieben. Da wollte ich Alles lesen und wollte Dir schreiben, das mir Dein Blog besonders gut gefallen hat (Die eigentliche Arbeit hattest Du ja mit dem Verfassen des Blogs). Wenn Du magst können wir den Kontakt gerne per Mail halten. Viele Grüße Daniele

Morgana LaGoth: Mail-Adresse steht oben bei "kontakt" - bei weiteren Fragen, gerne.

[30.07.20 / 12:44] Daniele1992: Guten Morgen,

vielen Dank für Deinen tollen Blog. Ich habe ihn in den letzten Wochen komplett gelesen. Meistens konnte ich gar nicht aufhören zu lesen. Fast wie bei einem sehr spannenden Roman. Ich habe dabei Deine genauen Beobachtungen und Beschreibungen sehr genossen. Deine vielen Ausflüge in die Clubs und zu den Festivals oder Deine Streifzüge d durch die Geschäfte beschreibst Du immer aus Deiner Sicht sehr anschaulich und spannend. Ich kann das sehr gut nachvollziehen, das alleine zu erleben, häufig auch mit einer gewissen Distanz. Ich kenne ich von mir sehr gut. Highlights sind Deine Reiseberichte. Deine Erlebnisse an den unterschiedlichsten Orten auf der Welt. Vielen Dank dafür. Vielen Dank auch das Du Deinen Weg zu Deinem waren Geschlecht mit uns Lesern teilst. Deinen Weg Deine Gefühle Deine zeitweisen Zweifel. Das ist sehr wertvoll auch für uns Andere, denn es ist authentisch und sehr selten. Du bist einem dadurch sehr vertraut geworden. Für mich ist eine gefühlte grosse Nähe dadurch entstanden. Umso mehr schmerzt es mich von Deinen Rückschlägen zu lesen. Von Deinem Kampf zu Deinem wahren Ich. Von Deinem Kampf umd Liebe, Zährlichkeit und Akzepzanz und Anerkenung. Von Deiem mitunter verzweifeltem Kampf nach Liebe und Anerkennung durch Deinen Exfreund. Leider vergeblich. Dein Kampf um wirtschaftliche Unabhängigkeit und Deine aktuell missliche Lage. Ich glaube dass Du nicht gescheitert bist. Du hast viel Mumm und Hardnäckigkeit bewiesen Deinen Gang zu Dir selbst zu gehen. Du hast auch einen guten Beruf der immer noch sehr gefragt ist. Vielleicht kann ja nach dieser Auszeit und etwas Abstand ein Neuanfang in einer anderen Firma, wo Du keine Vergangenheit als Mann hattest gelingen. Ich wünsche das Dir ein Neuanfang gelingt und drücke Dir ganz fest die Daumen. Daniele

Morgana LaGoth: Da liest sich tatsächlich jemand alles durch? Das ist mittlerweile schon ein kompletter Roman mit mehreren hundert Seiten! Danke dir, für deinen Kommentar (und die aufgebrachte Zeit).

[05.10.19 / 17:11] Drea Doria: Meine liebe Morgana,

bin 5 T post all-in-one-FzF-OP. Deine guten Wünsche haben geholfen. Der Koch ist immernoch noch super. Alle hier sind herzlich und nehmen sich Zeit.

Herzlich

Drea

Morgana LaGoth: Dann wünsch ich dir jetzt noch viel mehr Glück bei deiner Genesung!

[14.06.19 / 12:57] Drea Doria: Meine liebe Morgana,

vielen Dank für Deine offenen und kritischen Erlebnisberichte. Ich bin in 3 Monaten in Sanssouci zur FzF-OP. Ich denke auch, was kann schon schief gehen, status quo geht nicht und irgendwas besseres wird wohl resultieren. Wenn es Dich interessiert, halte ich Dich informiert. Drücke mir die Daumen.

Herzlich

Drea

Morgana LaGoth: Ich wünsche dir für deine Operation viel Glück. (Sollte der Koch nicht gewechselt haben, das Essen da in der Klinik ist richtig gut!)

[14.11.17 / 20:13] Morgana LaGoth: Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion: Die Seitenbetreiberin behält sich das Recht vor, jeden Kommentar, dessen Inhalt rassistisch, sexistisch, homophob, transphob, ausländerfeindlich oder sonstwie gegen eine Minderheit beleidigend und diskriminierend ist, zu zensieren, zu kürzen, zu löschen oder gar nicht erst freizuschalten. Werbung und Spam (sofern die Seitenbetreiberin dafür nicht empfänglich ist) wird nicht toleriert. Personenbezogene Daten (Anschrift, Telefonnummer) werden vor der Veröffentlichung unkenntlich gemacht.

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