Endlich kann ich meine Idee umsetzen:
[13.07.26 / 19:21] ✎ Endlich kann ich meine Idee umsetzen: ich will die beiden Taschen, die Gepäckrolle und die Sporttasche hintereinander auf dem Motorrad festzurren, nicht wie bei dem letzten Bikertreffen letztes Jahr, alles in die eine schwarze Gepäckrolle und die ganze Ausrüstung türmt sich nach oben. Das nächste Bikertreffen dieses Wochenende, nachdem die beiden letzten Treffen irgendwie wetterbedingt für mich ausgefallen sind. Das eine, da war es zu warm und das letztes Wochenende, das ist komplett im Nieselregen untergegangen (ich bin gar nicht erst hingefahren). Dieses Wochenende Anfang Juli ist perfekt: nicht zu warm, nicht zu heiß, kein Regen, nachts kühl, immer wieder Schatten werfende Wolken. Ich fahre wieder zelten.
Den Freitag vor dem Wochenende, wieder ein arbeitsfreier Tag, ich kann mich entspannt vorbereiten, meinen Körper pflegen, rasieren, meine Lederkombi pflegen, die Motorradhose komplett einfetten, sie braucht das jährliche Fett jetzt, nachdem sie das letzte Jahr in der Waschmaschine gelandet war. Alles zusammenpacken verschiebe ich auf morgen, mein Zelt auf dem Dachboden suchen, die ganze Ausrüstung, auch. Mein Motorrad parke ich in der Garage um, vor das Auto, ich habe meine Maschine den Vormittag zumindest versucht, sauber zu waschen, sie setzt jetzt „Patina“ an, noch fünf Jahre bis zum Oldtimer-Kennzeichen.
Der Sonnabend, wo ist mein Zelt, mein Schlafsack, die Isomatte und die selbstaufblasende Luftmatratze … irgendwo oben in der Dachkammer, Zeltgestänge, Heringe liegen verstreut in kleinen Taschen, die Picknickdecke für darunter für die Rasenfläche, finde ich auch noch. Das Bikertreffen, das ich dieses Wochenende anfahren will, da war ich noch nie. Auf dem Papierflyer – den ich Wochen zuvor in der Kantine eingesammelt habe – da steht irgendetwas von „Zeltmöglichkeiten“, auf dem Satellitenbild im Internet sehe ich tatsächlich eine kleine Wiese neben dem Fluss gegenüber der pittoresken Burgruine … ob die das als „Platz zum Zelten“ meinen? Ich schaue mir auch an, wie ich zu diesem Ort, eine kleinere Kleinstadt am Rande der Zone, fahren kann, die Landstraßen, die Kreisverkehre, der Zugang zur Burgruine. Ich lese mir auch den Wikipedia-Artikel durch zu der Burgruine, im Spätmittelalter erbaut, ab der modernen Neuzeit verwaist, kurz nach der vorletzten Jahrhundertwende abgebrannt … danach Ort für Veranstaltungen und beliebtes Fotomotiv für „gruftige“ Bilder. Das will ich auch.
Nach dem Mittagessen, ich schleppe meine beiden vollgepackten Taschen zu meinem Motorrad in die Garage. In der schwarzen Rolltasche befinden sich das Zelt, die Luftmatratze und die kleine Isomatte, in meiner anderen Tasche in Camouflage, der kleine Daunenschlafsack, Sachen zum Wechseln für den Tag und den Abend, ein kleines Handtuch, Schlaf- und Kosmetikutensilien – das kleine Übernachtungsgepäck – und mein Leopardkopfkissen, der schwarze Kaschmir-Poncho passt auch noch rein, den nehme ich mit, wenn es nach Sonnenuntergang kühl wird. In die praktischen Seitentaschen schiebe ich noch meine Pantoletten-Flip-Flops, die vom Wochenende vierzehn Tage zuvor, die mit denen ich schon „ganz Thailand …“.
Weiter unten in der Garage, ich habe die zwei Befestigungsgummis für die Rolltasche, mein Gepäcknetz und die zwei langen Gummileinen mit Karabinerhaken zum Festzurren des Gepäcks. Die Sporttasche klemme ich unter dem Gepäcknetz auf den kleinen Gepäckträger, die Rolltasche zurre ich auf dem noch viel kleineren Soziussitz fest, da ich sie nicht so vollgepackt habe, reichen die zwei Gummis auch für diese eine Tasche. Mit den langen Gummileinen gehe ich noch einmal von hinten nach vorne über Kreuz über mein ganzes Gepäck und nutze sie auch gleich, um die anderen beiden Gepäckgummis abzusichern.
„Passt! Hält.“ Die Gummis sitzen nicht zu eng, alles ist noch leicht elastisch, aber es fällt nichts herunter oder rutscht seitlich ab. Ich werde langsam fahren und auf jede Bodenwelle aufpassen.
Zurück nach oben in meine Wohnung und mit der Lederkombi wieder angezogen nach unten zur Garage. Motorrad rausschieben, Motor starten, Garagentor schließen, Helm aufsetzen und ich fahre den frühen Sonnabendvormittag zu meinem Bikertreffen des Jahres, mit Motorrad, mit Zelt!
Über die sonnigen Landstraßen, schön gemütlich, nicht schneller als achtzig oder neunzig, es ist kein Verkehr, ich halte niemanden auf. Zu dem Dorf mit dem einen Bikertreffen von vor zwei Wochen und dann noch ein paar Dörfer weiter. Werde ich Leute dort treffen? Vielleicht die, die mir letztes Jahr von dem Treffen erzählt haben? Zumindest der MC von dem einen Treffen hier gleich in der Nähe, die kommen bestimmt auch, die müssen kommen, die MCs hier kennen sich gegenseitig und sind, meines Wissens, nicht „verfeindet“, alles freundliche Menschen und ich fahre nur zu den Treffen, von denen ich die Patches auf ihren Kutten kenne. Kann ich nichts falsch machen.
Ich fahre diese kleine Kleinstadt hinein, diskrete Wegzeichen weisen mir die Route zu der Burgruine. Wenig später drehe ich auf den kleinen Burghof. Viele Motorräder sind schon da, ich bin später losgefahren, ich wollte nicht in die Ausfahrt der Biker geraten. Ich steige ab und schaue mich etwas um, bekannte Gesichter erkenne ich noch nicht. Erst einmal ein Becher Wasser an der Bar bestellen. Der Begrüßungsschnaps an der Verkaufsstelle für die Getränkebons wird mir den Tag und den Abend noch mehrmals angeboten, aber ich lehne ihn immer wieder ab, den in dem Glas mit dem Knoblauch und es ist nicht wegen dem Knoblauch, weswegen ich ihn nicht probiere … nur der Alkohol.
Ich schau mich weiter um, die Burgruine, eine „Brennplatte“ für Motorradreifen, es ist ein Streetfighter-Club? Eine aufgebaute, mobile Bühne auf einem Veranstaltungshänger – wie ich später erfahren werde, das kleine Ossi-Multicar ist nicht die Zugmaschine – und der Zeltplatz? Es ist wirklich die Wiese neben dem kleine Flüsschen! Pittoresk. Nur vom Burghof abgetrennt durch das Wasser und die kleine Brücke, die eigentlich nur für Fußgänger und Radfahrer gedacht ist. Wie sind die Motorräder zu den Zelten da rüber gekommen? Sie fahren über die Brücke … schmal genug, um zwischen die Begrenzungspfeiler durchzukommen. Die Wohnmobile müssen den Weg von der anderen Seite auf die Wiese finden.
Ich laufe die Wiese ab, die Schattenplätze unter den hohen Bäumen sind schon begehrt durch die paar angereisten Wohnmobile, eines davon kenne ich schon und der Besitzer versichert mir, nimm mit deinem Motorrad den Weg über die Fußgängerbrücke, das machen hier alle so. Viele Motorräder stehen noch nicht auf der Wiese, nur ein paar Zelte malerisch und dem Ufer des kleinen Flüsschens gelegen. Ich habe ein Platz für mich gefunden, ich will auch am Ufer des plätschernden Wassers zelten, gleich neben der kleinen Holzbank. Ich hole mein Motorrad von dem Burghof, vorsichtig über die Brücke, rauf auf die Wiese zu meinem Platz … wenn einer da rüberfährt, machen die anderen das auch, die Zeltbesitzer rechts und links neben mir werden im Laufe des Nachmittags auch ihre Motorräder dazu holen.
Ich schnalle mein Gepäck ab und schäle mich aus der Motorradkombi. In schwarzer Unterwäsche, ein Baumwollslip und das Spaghettiträgerunterhemd, breite ich meine blaue Plane als Unterlage aus, ich stelle das Zelt parallel zu dem Ufer, da kann ich dann später eine Seite aufmachen und habe den plätschernden Flusslauf vor mir. Viele Meter entfernt, ab da wird es zum Ufer hin abschüssig.
Ich rolle in der prallen Sonne mein Unterzelt aus. Wie habe ich das letztes Jahr nur zusammengebaut? Eine detaillierte Anleitung dazu gibt es nicht, nur drei Bilder in der Gepäcktasche: Fixiere es mit sieben Heringen. Der Aufbau zieht sich gefühlt zwei Stunden hin. Die beiden Zeltgestänge zu je einem Bogen, verknüpft mit dem Moskito-Unterzelt … hätte ich die Armeeplane, das Oberzelt, hier auch in die paar Ösen schieben müssen? Wozu sind die anderen fünf Heringe, wenn das schon mit den sieben aus dem Aufbaubild steht? Sah das letztes Jahr nicht irgendwie anders und besser aus? Hauptsache es steht und ich kann darin schlafen. Der andere Biker, bei dem ich letztes Jahr mein Zelt neben seinem Camper aufgebaut habe und der jetzt irgendwo dahinten unter einem der begehrten Bäume steht, meint auch, das sah letztes Jahr irgendwie besser aus. Ich spanne noch einen Hering und eine Leine um mein kleines Biwakzelt zu stabilisieren, zum Glück weht an dem Ufer kein starker Wind … höchstens oben auf der Burgruine mit dem flatternden Deutschlandfähnchen.
Ich richte mich ein: die ausgerollte Isomatte, die Luftmatratze, das Ventil geöffnet, sie wird sich allein aufblasen, mein dünner Kuschelschlafsack und meine Motorradkombi quetsche ich irgendwo ganz hinten ins Zelt am Fußende, da war letztes Jahr mal so etwas wie eine „Apsis“, dieses Jahr habe ich das irgendwie falsch gemacht und den Teil zum Hochrollen unter den stabilisierenden Zelthering geklemmt. Vorne am Kopfende, meine kleine Kosmetiktasche, der Wollponcho für später und mein Leopardkopfkissen, ohne das kann ich nicht schlafen, ich brauche es jede Nacht und jeden Abend bei mir auf der Couch vor dem Fernseher.
Ich ziehe mich um, die Stretchjeans und das schwarze T-Shirt mit den zwei Wölfen. Vorher die Sonnencreme, nachdem ich zwei Stunden hier herumgeturnt bin. Das durchgeschwitzte, schwarze Unterhemd – mein Motorradhelm hängt über dem Rückspiegel vom Motorrad, ich ziehe das schwarze Baumwollunterhemd darüber, um den neuen Carbon-Helm vor der Sonneneinstrahlung zu schützen … ich wollte eigentlich genau deswegen die kleine Tasche zum Helm-Aufbewahren dafür mitnehmen, mein Unterhemd bringt das auch und sieht auch gleich viel improvisierter und authentischer aus … echte Biker machen das so. Ich nehme meine schwarze Baumwollhandtasche aus dem Zelt und laufe zurück zu dem Treffen auf dem Burghof, während meines Zeltaufbaus habe ich schon so einiges verpasst: bester Umbau, weiteste Anreise, die Lautstärkemessung an den Motorrädern …
Auf dem Burghof, den einen MC habe ich auf der Wiese schon anreisen sehen, ich saß mit dem Rücken zugewandt auf meiner kleinen Uferbank neben meinem Zeltplatz. Die anderen Biker, die ich sonst auf den Treffen hier in der Gegend sehe, sind nicht da … diesen Abend werde ich wohl alle meine Getränke selbst zahlen müssen.
Es dauert noch, bis da auf der Bühne auf dem Hänger zwei Bands spielen werden, ich interessiere mich für die Burgruine … ich gehe hinein, ein Dach hat sie nicht mehr, nur die mehrgeschossigen Mauern mit den freien Fenstern. Direkt neben der Ruine haben die Veranstalter dieses Treffen die „Brennplatte“ aufgebaut, zum Vernichten von Hinterradreifen von ihren Motorrädern. Der Geruch von verbrannten Gummi erreicht meine Nase inmitten der Burgruine, Nebelschwaden dringen hinein, ich war gerade dabei, Fotos zu machen, „gruftige“ Fotos für eventuelle Platten-Cover … ich muss das fotografieren! Der Rauch ist auf den Fotos leider nicht mehr sichtbar, aber die ganze Stimmung und das Licht ändert sich. Ich weiß, es gab damals in den Achtzigerjahren, und vielleicht sogar schon in den Horrorfilmen in den Sechzigern, einen Trick, sie haben ihre ganzen Foto- und Filmsets mit Nebelmaschinen eingeräuchert, um genau diesen schummrigen Lichteffekt zu erreichen. Hoffentlich werden meine düsteren Fotos etwas, der Himmel auf den ersten Fotos war noch blau, diese hier nicht. Mit einem Grinsen verlasse ich die vernebelte Burgruine.
Ein weiteres Wasser, eine Portion Pommes, auf dem Grill liegt nur Schwein. Die erste Band auf der Anhängerbühne bezieht ihre Position, drei ältere Herren, die angeben, sie spielen nur die düsteren und traurigen Songs aus den Achtzigern. Wer hat die denn eingeladen? Sie sind sich bewusst, sie sind hier irgendwie nicht ganz richtig, die Biker hören doch sonst nur Hardrock, zwar auch aus den Achtzigern, aber irgendwie was anderes. Die drei Herren mit ihren grauen Haaren sehen so aus, als spielen sie die Cover-Songs schon seit vierzig Jahren. Links der eine Mann an der Gitarre, heute ist nicht sein Tag, ein paar Töne trifft er nicht mehr so ganz, später bei der Zugabe wird er noch aufblühen und ein paar stärkere Riffs spielen, ich stelle ihn mir als Gitarrist einer Punkband vor, damals, als er noch ganz jung war. Rechts daneben in der Mitte, der Sänger, vor ihm ein dreigeschossiges Rack an schweren Synthesizern, jeder Cover-Song perfekt inszeniert, alle Synthesizer-Effekte akribisch nachgestellt, man merkt, es ist „seine“ Band. Die Stimme ist gut, er lebt die Musik und ist in den Achtzigern hängengeblieben. Rechts der sitzende Schlagzeuger, er spielt, als hätte er nie etwas anderes gespielt, die Songs, der New Wave, der vereinzelte Reggae- und Funkbeat, die essenziellen Elemente, die den Wave auf seine Art und Weise so unvergesslich machen. Er spielt immer nur sein Tempo, die „Slow Songs“.
Vor der Bühne, das kleine Grüppchen, alle Biker sitzen hinten an der Bar, ich stehe etwas abseits. Sie kokettieren damit, dass sie hier nicht so angesagt sind, ich bin inkognito, ich hatte überlegt, gehe ich in Schwarz, mein Gothic-Outfit? Oder doch lieber das freundliche Grau. Sie dort oben auf der Bühne sind teilweise in Schwarz, ich warte darauf, dass sie endlich die Schwelle vom New-Romantic-Wave zum morbiden Goth-Wave überschreiten … sie hätten auf jedem Trad-Goth-Treffen mehr Publikum. Immerhin eine Zugabe. Stand vor Beginn noch die Sonne tief, mit Lichtstrahlen auf die Bühne, stehen sie jetzt im Schatten der dreiseitigen Burgruine … in so einer Kulisse haben sie noch nie gespielt.
Nach dem Konzert, endlich kann ich mal die Toiletten hier inspizieren. Die Veranstalter haben den Schlüssel zu der angrenzenden und neugebauten, kleinen Mehrzweckhalle mit Bühne und allem – und vor allem eine „richtige“ Toilette, nicht die Dixi-Klos, nicht die Baracke der Dorfsportmannschaft, richtig saubere Toiletten und sie geben sich Mühe die so sauber nach dem Treffen wieder zu hinterlassen, mit Klopapier-Service.
Zurück an der überdachten Bar, die Sitzmöglichkeiten, Bierbänke und Biertische. Ich trinke meinen Plastebecher Wasser.
„Hey, wieso hast du mich denn nicht begrüßt?“, eine Frau in Schwarz, mit Sonnenbrille und blondierten Haaren setzt sich zu mir, sie gehört zu dem befreundeten MC, die mir gegenüber auf der Wiese ihr Camper- und Zeltlager aufgebaut haben.
Ich brauche ein paar Momente: „Ähh, hallo?“, ich habe keine Ahnung, wer sie ist.
„Erkennst du mich denn nicht mehr? Wir haben letztes Jahr zusammen getanzt, ich habe dich angesprochen, du hast mir erzählt, dass du da unten operiert bist – ‚Alles ab‘.“
Große Fragezeichen … ich weiß, mein Langzeitgedächtnis funktioniert nicht mehr, ganze Jahre verschwinden in den Lücken, da sind so viele kaputte Stellen auf den MRT-Fotos – und wenn diese keine körperlichen Auswirkungen haben, was verursachen sie dann? Immer wieder werde ich auf Treffen und Festivals von Menschen begrüßt, die vorgeben mich zu kennen und ich habe keine Ahnung, wer die sind. „… Keine Ahnung“, ich zucke mit den Schultern.
„Das ist aber schade, du zeltest da und wir zelten da und du kommst nicht mal rüber? Sitzt einfach nur auf deiner Bank und träumst so vor dich hin?“
Die Bank an dem Ufer ist schön, genau deswegen zelte ich da. „Ähh, ja.“
„Komm lass dich mal umarmen“, ich werde nervös, „Was ist denn nur los mit dir, ich bin es!“
Hätte ich eine Erinnerung, sie kommt nicht zurück. Sie gehört zu dem MC, den ich kenne, die, die vor zwei Wochen das Treffen organisiert haben. Ich habe da das letzte Jahr gezeltet, ich erinnere mich an mein Zelt, mein Motorrad, die paar Leute, die ich da getroffen habe, vielleicht habe ich sogar mit einer geredet, da unter dem Partyzelt … aber das war nicht sie?
Wir unterhalten uns weiter, sie ist interessiert, will mehr Details wissen.
„Dreißigtausend Euro, eine Privatklinik in Potsdam“, auf ihre Frage, was die Operation bei mir gekostet hat.
„Und deine Haare, sind die echt? Und deine Brüste, hast du die auch machen lassen?“
Alles Natur, alles echt. „Hormone.“
„So schöne Haare, ich wünschte, ich hätte die auch. Und du kannst dich echt nicht an mich erinnern?“
Keine Chance.
Wir unterhalten uns weiter, wie das bei mir angefangen hat, frühste Kindheit, wie ich mein Coming-out vor meinen Eltern hatte, überraschend, aber sie haben es akzeptiert und sind immer noch meine Eltern. Was ich beruflich mache, was ich bin.
„Software programmieren.“
„Ein Nerd!“, jetzt ist alles klar.
„Jedenfalls momentan noch, die Firma schmeißt mich raus“, ich habe es mit Fassung genommen, dass sie fünfundzwanzig Prozent der Belegschaft kündigen, damit der Betrieb die Krise überlebt, die Kurzarbeit der letzten Monate hat anscheinend nicht viel gebracht.
„Nerds werden immer gebraucht.“
Mein Blick schweift über das Gelände, in Richtung der Bühne.
Sie verabschiedet sich von mir: „Und vergiss mich das nächste Mal nicht mehr“, sie entschuldigt sich, dass sie jetzt anders aussieht, andere Frisur, andere Haarfarbe, ich dagegen sehe immer gleich aus.
„… Immer gleich!“ Noch irritiert von dem Ganzen, setze ich meinen Abend fort. (Ende Teil 1/2)
Kommentar:
[05.12.22 / 17:34] Daniele1992: Hallo Morgana
Mail ist heute rausgegangen
LG Daniele
[13.11.22 / 09:33] Daniele1992: Hallo Morgana
aktuell keine schöne Situation. Ich schreibe Dir noch eine Mail dazu.
LG Daniele
[13.05.22 / 09:15] Daniele1992: Hallo Morgana,
Tolle Reisebericht von Deiner neusten Reise nach Paris. Macht grosse Lust auch wieder dort hinzufahren um sich von der Stadt inspirieren zu lassen.
Tolle Neuigkeiten.NeuerJob. Klasse! Freue mich für Dich.
Liebe Grüße
Daniele
[24.12.21 / 20:55] Daniele1992: Hallo Morgana,
Ich denke an Dich und wünsche Dir frohe Weihnachten und ein schönes neues Jahr 2022.
Liebe Grüße
Daniele
[25.09.21 / 14:59] Daniele1992: Hallo,
eine Chance etwas Neues zu machen. Neue Perspektiven. Urlaubsträume, die bald real werden können. Nicht so schlecht. Freue mich für Dich. LG Daniele.
[11.11.20 / 09:12] Daniele1992: Hallo Morgana
Ich habe Dir eine Mail geschickt.
Lg
Daniele
[30.07.20 / 22:03] Daniele1992: Guten Abend
das habe ich sehr gerne gemacht. Zum Einen interessiert mich das Thema und zum Anderen hast Du wirklich sehr lebendig und spannend geschrieben. Da wollte ich Alles lesen und wollte Dir schreiben, das mir Dein Blog besonders gut gefallen hat (Die eigentliche Arbeit hattest Du ja mit dem Verfassen des Blogs). Wenn Du magst können wir den Kontakt gerne per Mail halten. Viele Grüße Daniele
[30.07.20 / 12:44] Daniele1992: Guten Morgen,
vielen Dank für Deinen tollen Blog. Ich habe ihn in den letzten Wochen komplett gelesen. Meistens konnte ich gar nicht aufhören zu lesen. Fast wie bei einem sehr spannenden Roman. Ich habe dabei Deine genauen Beobachtungen und Beschreibungen sehr genossen. Deine vielen Ausflüge in die Clubs und zu den Festivals oder Deine Streifzüge d durch die Geschäfte beschreibst Du immer aus Deiner Sicht sehr anschaulich und spannend. Ich kann das sehr gut nachvollziehen, das alleine zu erleben, häufig auch mit einer gewissen Distanz. Ich kenne ich von mir sehr gut. Highlights sind Deine Reiseberichte. Deine Erlebnisse an den unterschiedlichsten Orten auf der Welt. Vielen Dank dafür. Vielen Dank auch das Du Deinen Weg zu Deinem waren Geschlecht mit uns Lesern teilst. Deinen Weg Deine Gefühle Deine zeitweisen Zweifel. Das ist sehr wertvoll auch für uns Andere, denn es ist authentisch und sehr selten. Du bist einem dadurch sehr vertraut geworden. Für mich ist eine gefühlte grosse Nähe dadurch entstanden. Umso mehr schmerzt es mich von Deinen Rückschlägen zu lesen. Von Deinem Kampf zu Deinem wahren Ich. Von Deinem Kampf umd Liebe, Zährlichkeit und Akzepzanz und Anerkenung. Von Deiem mitunter verzweifeltem Kampf nach Liebe und Anerkennung durch Deinen Exfreund. Leider vergeblich. Dein Kampf um wirtschaftliche Unabhängigkeit und Deine aktuell missliche Lage. Ich glaube dass Du nicht gescheitert bist. Du hast viel Mumm und Hardnäckigkeit bewiesen Deinen Gang zu Dir selbst zu gehen. Du hast auch einen guten Beruf der immer noch sehr gefragt ist. Vielleicht kann ja nach dieser Auszeit und etwas Abstand ein Neuanfang in einer anderen Firma, wo Du keine Vergangenheit als Mann hattest gelingen. Ich wünsche das Dir ein Neuanfang gelingt und drücke Dir ganz fest die Daumen. Daniele
[05.10.19 / 17:11] Drea Doria: Meine liebe Morgana,
bin 5 T post all-in-one-FzF-OP. Deine guten Wünsche haben geholfen. Der Koch ist immernoch noch super. Alle hier sind herzlich und nehmen sich Zeit.
Herzlich
Drea
[14.06.19 / 12:57] Drea Doria: Meine liebe Morgana,
vielen Dank für Deine offenen und kritischen Erlebnisberichte. Ich bin in 3 Monaten in Sanssouci zur FzF-OP. Ich denke auch, was kann schon schief gehen, status quo geht nicht und irgendwas besseres wird wohl resultieren. Wenn es Dich interessiert, halte ich Dich informiert. Drücke mir die Daumen.
Herzlich
Drea
[14.11.17 / 20:13] Morgana LaGoth: Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion: Die Seitenbetreiberin behält sich das Recht vor, jeden Kommentar, dessen Inhalt rassistisch, sexistisch, homophob, transphob, ausländerfeindlich oder sonstwie gegen eine Minderheit beleidigend und diskriminierend ist, zu zensieren, zu kürzen, zu löschen oder gar nicht erst freizuschalten. Werbung und Spam (sofern die Seitenbetreiberin dafür nicht empfänglich ist) wird nicht toleriert. Personenbezogene Daten (Anschrift, Telefonnummer) werden vor der Veröffentlichung unkenntlich gemacht.
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