Laserbehandlung #6 (Haarentfernung #37) – Doch keine Nadelepilation … jetzt habe ich das fünf Tage im Gesicht wachsen lassen und bin so zur Arbeit gegangen, mit der Hoffnung, mein offenes Geheimnis wird niemandem auffallen, und dann hat die Behandlerin sich das unter der Lampe angeschaut und schon gleich mit dem kleinen Messer alles wieder abgeschabt.
[23.04.26 / 22:42] ✎ Laserbehandlung #6 (Haarentfernung #37) – Doch keine Nadelepilation … jetzt habe ich das fünf Tage im Gesicht wachsen lassen und bin so zur Arbeit gegangen, mit der Hoffnung, mein offenes Geheimnis wird niemandem auffallen, und dann hat die Behandlerin sich das unter der Lampe angeschaut und schon gleich mit dem kleinen Messer alles wieder abgeschabt. Mitsamt den, vielleicht drei, weißen, höchstens nur anderthalb Millimeter langen Härchen unten am Kinn. Die andere Behandlerin zuvor, hat nicht aufgeschrieben, dass ich extra für die Nadelepilation unrasiert zu dem Termin komme. Vielleicht stand das sagenumwobene Epiliergerät auch in einem anderen Raum und die Behandlerin für diesen Termin weist mir das einzig freie Behandlungszimmer zu, in dem nur ein Kosmetiklaser steht.
Das Gerät dort kenne ich noch nicht, die Art und Weise mit dem Gel ist mir vertraut von den alten IPL-Geräten, der Blitz ist anders, er ist nicht blau, er ist rot. Ich zucke kaum zusammen, wenn dann nur wegen dem Licht, das durch die abgedeckten Augen durchscheint. Keine Schmerzen, winzige Piekser, die Problemstellen am linken Mundwinkel und die Kinnlinie ganz unten. Je näher dran das an den Hals geht, je weniger spüre ich. Es sind noch Haare da, die einen Farbstoff haben.
Nicht allzu lange später an der Kasse, wir suchen den nächsten Termin – gehe ich eigentlich noch zur Arbeit, ich habe so viel frei im Mai – in zwei oder drei Wochen könnte es werden, ich soll wieder ein paar Tage vorher alles wachsen lassen, zum Glück liegt ein langes Wochenende dazwischen, dann aber die erhoffte Nadelbehandlung!
Ich scherze noch etwas, die zweite Behandlerin ist noch mit dazu gekommen, den Menschen hinter mir, der die andere Haarentfernung in dem anderen Raum in Anspruch genommen hat, vielleicht auch das Gesicht, registriere ich nicht. Gefühlt zwei Wochen, über Weihnachten, konnte ich alles mal länger wachsen lassen – ich bestätige die Aussage der Behandlerin: Länger als drei Millimeter werden die feinen und fast farblosen Haare nicht mehr, egal, wie viele Wochen ich da warte. Ein Bart wird das nicht mehr.
Zu etwas vollkommen, vollkommen anderem – 11 Jahre HRT! Meine Frauenärztin ist in den Ruhestand gegangen, ich musste mir eine neue Ärztin suchen, die die Hormontherapie übernimmt. Die neue Frauenärztin übernimmt zwar die Praxis, nicht aber die „transsexuellen“ Patientinnen. Nicht unweit davon entfernt, ich kann immer noch im Parkhaus des teuren Shoppingcenters parken, finde ich eine zweite Ärztin, die sich der dramatischen Versorgungslage von transsexuellen Patienten annimmt.
Mein erster Termin, das volle Programm, Urinprobe, Gewicht, Blutdruck, Blutabnahme und Ultraschall, gebannt schaue ich rechts neben mir auf den Monitor neben der Liege, auf das Ultraschallbild, die beiden Nieren und davor noch die Blase, als sie mit dem Gerät über meinen Unterleib fährt. Andere Organe oder interessante Dinge habe ich da unten nicht. Möglicherweise die nächsten Termine schaut sie sich das operierte Areal an. Einen großen Stuhl habe ich in dieser Praxis noch nicht gesehen. Ich bin glücklich, meine Versorgung mit Rezepten für das Estradiol-Gel, drei Hub täglich, ist gesichert.
Eine Woche später, die Ergebnisse der Blutabnahme: Estradiol 890.0 pmol/l (243.0 ng/l) und Testosteron 0.67 nmol/l – alles im Referenzbereich für erwachsene Frauen. Ich suche die für den Wert passende Phase im Monatszyklus die Zeilen darüber, aber eigentlich weiß ich genau, wo ich bin, wo ich immer bin: kurz vor dem Eisprung. Passt! Die Blutabnahme war eine Woche nach Vollmond, das weiß ich, weil ich die Nächte zuvor bis in die frühen Morgenstunden fasziniert vor meinem Fernseher saß und mir die Mondumrundung live über den NASA-YouTube-Channel angesehen habe. Ich bezeichne mich jetzt auf Arbeit auch als „Mission Specialist“.
So viele weiblichen Hormone in meinem Blut, was macht das mit mir? Wenige Tage zurück auf der Familien-und-Freunde-von-Freunden-Geburtstagsfeier in dem Kirchengemeindehaus, jedes Mal, wenn eines von diesen kaum laufenden Krabbel- und Kleinkindern platschend auf den gefliesten Boden fällt … mir entgeht aber gar nichts. Das ist so, ich bin bis oben dicht mit den weiblichen Hormonen.
Kommentar:
[05.12.22 / 17:34] Daniele1992: Hallo Morgana
Mail ist heute rausgegangen
LG Daniele
[13.11.22 / 09:33] Daniele1992: Hallo Morgana
aktuell keine schöne Situation. Ich schreibe Dir noch eine Mail dazu.
LG Daniele
[13.05.22 / 09:15] Daniele1992: Hallo Morgana,
Tolle Reisebericht von Deiner neusten Reise nach Paris. Macht grosse Lust auch wieder dort hinzufahren um sich von der Stadt inspirieren zu lassen.
Tolle Neuigkeiten.NeuerJob. Klasse! Freue mich für Dich.
Liebe Grüße
Daniele
[24.12.21 / 20:55] Daniele1992: Hallo Morgana,
Ich denke an Dich und wünsche Dir frohe Weihnachten und ein schönes neues Jahr 2022.
Liebe Grüße
Daniele
[25.09.21 / 14:59] Daniele1992: Hallo,
eine Chance etwas Neues zu machen. Neue Perspektiven. Urlaubsträume, die bald real werden können. Nicht so schlecht. Freue mich für Dich. LG Daniele.
[11.11.20 / 09:12] Daniele1992: Hallo Morgana
Ich habe Dir eine Mail geschickt.
Lg
Daniele
[30.07.20 / 22:03] Daniele1992: Guten Abend
das habe ich sehr gerne gemacht. Zum Einen interessiert mich das Thema und zum Anderen hast Du wirklich sehr lebendig und spannend geschrieben. Da wollte ich Alles lesen und wollte Dir schreiben, das mir Dein Blog besonders gut gefallen hat (Die eigentliche Arbeit hattest Du ja mit dem Verfassen des Blogs). Wenn Du magst können wir den Kontakt gerne per Mail halten. Viele Grüße Daniele
[30.07.20 / 12:44] Daniele1992: Guten Morgen,
vielen Dank für Deinen tollen Blog. Ich habe ihn in den letzten Wochen komplett gelesen. Meistens konnte ich gar nicht aufhören zu lesen. Fast wie bei einem sehr spannenden Roman. Ich habe dabei Deine genauen Beobachtungen und Beschreibungen sehr genossen. Deine vielen Ausflüge in die Clubs und zu den Festivals oder Deine Streifzüge d durch die Geschäfte beschreibst Du immer aus Deiner Sicht sehr anschaulich und spannend. Ich kann das sehr gut nachvollziehen, das alleine zu erleben, häufig auch mit einer gewissen Distanz. Ich kenne ich von mir sehr gut. Highlights sind Deine Reiseberichte. Deine Erlebnisse an den unterschiedlichsten Orten auf der Welt. Vielen Dank dafür. Vielen Dank auch das Du Deinen Weg zu Deinem waren Geschlecht mit uns Lesern teilst. Deinen Weg Deine Gefühle Deine zeitweisen Zweifel. Das ist sehr wertvoll auch für uns Andere, denn es ist authentisch und sehr selten. Du bist einem dadurch sehr vertraut geworden. Für mich ist eine gefühlte grosse Nähe dadurch entstanden. Umso mehr schmerzt es mich von Deinen Rückschlägen zu lesen. Von Deinem Kampf zu Deinem wahren Ich. Von Deinem Kampf umd Liebe, Zährlichkeit und Akzepzanz und Anerkenung. Von Deiem mitunter verzweifeltem Kampf nach Liebe und Anerkennung durch Deinen Exfreund. Leider vergeblich. Dein Kampf um wirtschaftliche Unabhängigkeit und Deine aktuell missliche Lage. Ich glaube dass Du nicht gescheitert bist. Du hast viel Mumm und Hardnäckigkeit bewiesen Deinen Gang zu Dir selbst zu gehen. Du hast auch einen guten Beruf der immer noch sehr gefragt ist. Vielleicht kann ja nach dieser Auszeit und etwas Abstand ein Neuanfang in einer anderen Firma, wo Du keine Vergangenheit als Mann hattest gelingen. Ich wünsche das Dir ein Neuanfang gelingt und drücke Dir ganz fest die Daumen. Daniele
[05.10.19 / 17:11] Drea Doria: Meine liebe Morgana,
bin 5 T post all-in-one-FzF-OP. Deine guten Wünsche haben geholfen. Der Koch ist immernoch noch super. Alle hier sind herzlich und nehmen sich Zeit.
Herzlich
Drea
[14.06.19 / 12:57] Drea Doria: Meine liebe Morgana,
vielen Dank für Deine offenen und kritischen Erlebnisberichte. Ich bin in 3 Monaten in Sanssouci zur FzF-OP. Ich denke auch, was kann schon schief gehen, status quo geht nicht und irgendwas besseres wird wohl resultieren. Wenn es Dich interessiert, halte ich Dich informiert. Drücke mir die Daumen.
Herzlich
Drea
[14.11.17 / 20:13] Morgana LaGoth: Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion: Die Seitenbetreiberin behält sich das Recht vor, jeden Kommentar, dessen Inhalt rassistisch, sexistisch, homophob, transphob, ausländerfeindlich oder sonstwie gegen eine Minderheit beleidigend und diskriminierend ist, zu zensieren, zu kürzen, zu löschen oder gar nicht erst freizuschalten. Werbung und Spam (sofern die Seitenbetreiberin dafür nicht empfänglich ist) wird nicht toleriert. Personenbezogene Daten (Anschrift, Telefonnummer) werden vor der Veröffentlichung unkenntlich gemacht.
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